Aachen: Hospiz Iterbach benötigt finanzielle Unterstützung

Aachen : Hospiz Iterbach benötigt finanzielle Unterstützung

Mitten in den grünen Wiesen des Iterbach-Tales steht seit rund drei Jahren Aachens zweites Hospiz — in namentlicher Symbiose das Hospiz am Iterbach. Hier finden Menschen mit nachweislich begrenzter Lebenserwartung ein Zuhause für eine würdevolle letzte Lebensphase.

Gearbeitet und gelebt wird hier nach der Philosophie „Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben.“ Die Akzeptanz dieses neben Haus Hörn zweiten Aachener Hospizes ist genauso groß wie seine Notwenigkeit. Als in der Aachener Hospizstiftung die Entscheidung für den Bau fiel, war allen Verantwortlichen klar, dass es sich hier auch finanziell um eine gewaltige Aufgabe handeln würde.

hospitzmja1 16.08.2018 Hospitz am Iterbach.

Die Finanzierung des Projektes übernahm die eigens gegründete gemeinnützige Home Care Städteregion Aachen GmbH. Gleichzeitig verpflichtete sich das eigens gegründete Kuratorium der Hospizstiftung Aachen, die Finanzierungslücke durch Spendenakquise zu schließen. Bemerkenswerte 2,2 Millionen Euro sind so dank breiter Unterstützung zusammengekommen — eine Million fehlt noch.

Setzt sich mit großem Engagement für das Hospiz am Iterbach ein: Konsul Klaus Pavel. Foto: Michael Jaspers

Dieser Bedarf rief unter anderem Konsul Klaus Pavel auf den Plan. Der Aachener Unternehmer und ALRV-Ehrenpräsident, der seit vielen Jahren mit seinem Sozialprojekt in Brasilien engagiert ist, hat jetzt vor Ort eine Initiative ergriffen und spricht gezielt Unternehmerkreise in der Region in einem schriftlichen Appell an. Er selbst ist mit einem größeren Betrag in Vorleistung gegangen und hat jetzt die Hoffnung, „dass es viele Nachahmer aus dem Aachener Unternehmerkreis gibt“. Er vertritt eine klare Position: „Uns allen geht es doch so gut, geben wir etwas zurück! Diese moralische Verpflichtung sollte uns allen immer wieder bewusst und Antrieb zugleich sein!“

Klaus Pavel erinnert daran, dass viele Menschen — auch aus Unternehmerkreisen — vielleicht selbst eines Tages auf die Unterstützung einer Hospiz-Einrichtung angewiesen sein könnten, und will mit seiner Spende gezielt weitere Unternehmerinnen und Unternehmer motivieren, es ihm gleich zu tun: „Mir geht es darum, dass die Hospizstiftung endlich schuldenfrei arbeiten kann.“

In der Tat würde davon die ganze Region profitieren, denn wenn die Hospizstiftung die finanzielle Aufgabe am Iterbach erfüllt hat, wird sie sich mit gleichem Elan der Unterstützung des Hospizes Haus Hörn widmen, das vor zwei Jahren seinen 30. Geburtstag gefeiert hat und als die Keimzelle der deutschen Hospizbewegung bezeichnet werden kann. In beiden Häusern wird man den besonderen Bedürfnissen der Menschen in ihrer letzten Lebensphase gerecht: körperlich, seelisch, sozial und spirituell. Dies zu fördern ist Klaus Pavel ein Herzensanliegen, für das er um zahlreiche Mitstreiter bittet: „Bitte unterstützen auch Sie mit Ihrem Unternehmen diesen so dringenden Aufruf.“

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