Oberforstbach: Horbacher „Meistersinger“ und Korneliusbläser: Benefizkonzert für Kinder

Oberforstbach : Horbacher „Meistersinger“ und Korneliusbläser: Benefizkonzert für Kinder

Vor dem Hintergrund, dass Schützenbruderschaften sich auch karitativ verpflichtet fühlen, hat sich die St.-Rochus-Schützenbruderschaft Oberforstbach Gedanken über die Gestaltung eines Benefizkonzerts gemacht. „Wir sind fündig geworden“, freut sich Vorsitzender und Brudermeister Peter Bücker.

Im Hinblick auf die immer größer werdende Kinderarmut sowie einiger anderer Faktoren sei die Entscheidung für die beiden Projekte „Fundacion Arco Iris“ (Straßenkinderhilfe in La Paz/Bolivien, Pfarrer Josef Neuenhofer) und „Kaspar-X-Change“ (Projekt Tannenallee, Oberforstbach) als Begünstigte favorisiert worden.

Im vergangenen Jahr feierten die Oberforstbacher Schützen ihr 175-jähriges Bestehen, mit dem zugleich auch die Ausrichtung des Bezirksschützenfestes verbunden ist (hier hat man zugunsten von Schmithof verzichtet). Die Resonanz dieses Jubiläums ließ eher zu wünschen übrig.

„Ich hatte schon lange im Hinterkopf, ein Konzert mit dem St.-Marien-Gesangverein Aachen-Horbach, Leitung Chordirektor Ando Gouders, im Südraum zu veranstalten“, berichtet Peter Bücker, der selbst bei den „Meistersingern“ mitsingt. Bei der Abschlussmesse anlässlich der Korneli-Oktav in Kornelimünster seien er und Schützenkönig Dieter Kreder zudem auf das neunköpfige Blechbläserensemble der „Korneliusbläser Kornelimünster“, Leitung Martin Schädlich, aufmerksam geworden. Die Idee reifte, beide Klangkörper für ein gemeinsames Benefizkonzert zu gewinnen.

„Schützenhilfe“ für Kinder in Not

Die Planungen sind erfolgreich verlaufen, ein „Benefizkonzert für Kinder in Not“ findet nun am Sonntag, 11. März, 17 Uhr, im Inda-Gymnasium, Kornelimünster, statt. Mit dieser Veranstaltung wolle man gezielt „Schützenhilfe“ für die beiden Projekte leisten. Pfarrer Josef Neuenhofer habe bei seinen Gottesdiensten in Aachener Kirchengemeinden ungeschminkt und authentisch über die Situation der Straßenkinder in La Paz berichtet.

Im Herbst 2017 lud er Pfarrer Josef Voß aus Richterich nach Bolivien ein. Der schilderte nach seiner Rückkehr kurzweilig die Situation dort mit der Schlussbemerkung: „Ich zeige jeden gern, wie er dahin kommt, werde aber keinen mehr dahin begleiten.“ Dieses und die Tatsache, dass Pfarrer Neuenhofer im Schützenverband für sein Projekt geworben habe, seien Auslöser gewesen, seine Arbeit durch ein Benefizkonzert zu unterstützen. Auf das „Kaspar-X-Change“-Projekt wurde Peter Bücker durch die Nachbarschaft seiner Eltern zum Betreuungshaus in der Tannenallee sowie über eine Nachfrage beim Pfarreirat aufmerksam.

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