Aachen: Hörsaal-Bau geht endlich weiter

Aachen : Hörsaal-Bau geht endlich weiter

Rund ein Jahr lang tat sich am ersehnten Neubau des RWTH-Hörsaalzentrums an der Claßenstraße so gut wie nichts. Dabei war das 45-Millionen-Projekt eigentlich dazu gedacht, den aktuellen Ansturm der Studierenden aufzufangen.

Stattdessen werden diese in behelfsmäßigen Containerbauten unterrichtet. Jetzt können die Bauarbeiter wieder anrücken, wie der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) als Bauherr am Freitag mitteilte. In etwa drei Monaten sollen die Arbeiten an der Claßen-straße demnach wieder aufgenommen werden.

Grund für den Baustopp waren sogenannte „Nachprüfungsverfahren“ im Zuge der Auftragsvergaben für das Großprojekt. In verschiedenen Gewerken hatten insgesamt drei Betriebe, die in den Ausschreibungen unterlegen waren, diese Nachprüfungen beantragt. Und die Verfahren zogen sich vor der zuständigen Vergabekammer wie Kaugummi. Laut BLB hätten sich nunmehr die Verfahren in den Gewerken Raumlufttechnik und Fassadenbekleidung erledigt. Bis zum erneuten Baubeginn sind aber noch einige Vorbereitungen nötig.

Auftrag muss bald erteilt werden

Wann den Studierenden die 4000 neuen Hörsaalplätze endlich zur Verfügung stehen, sei allerdings noch offen, so der BLB. Das hänge entscheidend davon ab, wann die Vergabekammer über die dritte Beschwerde entscheide. Ziel sei, dass Zentrum zum Wintersemester 2015/16 fertigzustellen. Doch dazu müsse der Auftrag für den noch strittigen Bereich in den nächsten Monaten erfolgen.

Öffentliche Auftraggeber unterliegen dem Vergaberecht mit EU-Richtlinien, dem Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen und den Vergabeverordnungen. Bei Ausschreibungen ab einer bestimmten Summe hat jeder Bieter das Recht, besagtes Nachprüfungsverfahren zu beantragen. Bis zu einer Entscheidung dürfe der Auftraggeber den Zuschlag nicht erteilen, so der BLB.

(stm)
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