Historischer Roman: Neues von der Varus-Schlacht

Von: Marie Eckert
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Spannender Polit-Krimi im historischen Gewand: Michael Kuhn (r.) präsentierte seinen Roman „Sextus Valerius“ mit Marcel Emontspool von der Buchhandlung „Das Buch in Eilendorf“. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Als sich im Jahr 2006 täglich viele Neugierige vor einer großen Ausgrabungsstätte in Bonn sammelten, stand Michael Kuhn mit anderen Archäologen in der Grube und barg Überreste aus der Römerzeit. Irgendwann beschloss er: Ein Buch muss her, mit dessen Hilfe sich die Leute für die Geschichte interessieren, sich mit ihr auseinandersetzen.

Das ist jetzt ungefähr neun Jahre her, gerade hat Kuhn bereits sein siebtes Buch veröffentlicht. „Sextus Valerius“ ist ein historischer Roman über Freundschaft, Pflichterfüllung, Politik und Wirtschaftskriminalität. Im Mittelpunkt stehen die Freunde Sextus, ein pflichtbewusster Offizier, und Lucius Poblicius, der mit allen Wassern gewaschen und stets auf seinen finanziellen Vorteil bedacht ist.

Nach der verlorenen Varusschlacht im Jahre 9 nach Christus flieht Sextus vom Schlachtfeld, Lucius vergreift sich an der Kriegskasse, und Sextus wird in die Machenschaften seines Freundes verstrickt. Plötzlich findet er sich unter den Anhängern des Feldherrn Germanicus wieder, der die in der Varusschlacht verlorenen rechtsrheinischen Gebiete zurückerobern möchte. Kaiser Tiberius will das aber aus politischem Kalkül verhindern. Und dann gibt es da noch Lucilla, eine Frau, die zwischen den beiden Freunden Sextus und Lucius steht...

Historischer Kontext

Alle sieben Romane Kuhns haben eines gemein: Die Handlung bewegt sich eng am wahren historischen Kontext. Während Sextus, Lucilla und die Geschichte um Lucius fiktiv sind, sind die geschichtlichen Hintergründe authentisch – ein besonderes Anliegen des Autors, der in Aachen Geschichte studiert hat und sich als Archäologe „durchs halbe Rheinland gebuddelt“ hat, wie er sagt.

2008 erschien das erste Buch seiner Marcus-Trilogie, seitdem hat Kuhn auch seinen eigenen Verlag. Bis ins Jahr 2011 arbeitete er neben dem Schreiben weiterhin bei Ausgrabungen. „Dann habe ich beides nicht mehr geschafft und musste mich entscheiden“, erklärt er. Die Entscheidung fiel aufs Schreiben, trotzdem gräbt der Autor noch einige Male im Jahr – „das ist dann aber eher Urlaub, so ganz lässt einen die Archäologie nicht los“, bemerkt er und schmunzelt.

Am Anfang und Ende des Buches findet sich eine Karte, auf der Sextus‘ Weg eingezeichnet ist, es gibt ein Glossar, eine Zeittafel und die „Spurensuche“. Die führt die Leser auf ungefähr 40 Seiten mit Bildern und Texten zu den einzelnen Stationen direkt auf die Wege des Sextus‘ – vom römischen Theater in Mainz bis hin zum Ubiermonument in Köln, die Spurensuche beinhaltet den ein oder anderen Ausflugstipp.

Die Fortsetzung zu „Sextus Valerius“ ist schon in voller Planung – 2016 soll das Buch erscheinen und genau dort anknüpfen, wo das erste Buch aufgehört hat: Bei den Rachefeldzügen des Germanicus im Jahr 15/16 nach Christus. Das aktuelle Buch gibt’s ab sofort für 19,90 Euro in den Buchhandlungen Schmetz und „Das Buch in Eilendorf“.

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