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Förderpreis Integration durch Sport: Hip-Hoper und Skater haben die Nase vorn

Förderpreis Integration durch Sport : Hip-Hoper und Skater haben die Nase vorn

Zum zwölften Mal vergibt die Stadt den Förderpreis „Integration durch Sport“. Gleich sechs Initiativen können sich freuen.

Bereits zum zwölften Mal verleiht die Stadt Aachen den Förderpreis „Integration durch Sport“. In diesem Jahr wurden gleich sechs Vereine und Institutionen geehrt, die sich mit integrativen Projekten hervorgetan haben. „Sie alle sind ein Teil der Integrationskraft unserer Stadt“, würdigte Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen die Preisträger bei der Verleihung im Ballsaal des Alten Kurhauses.

Drei davon schafften es sozusagen aufs Siegertreppchen. Am meisten überzeugte diesmal das Jugend- und Bewegungshaus „jub – das Netz“ mit seinem Projekt „Hip-Hop-Tanz-Workshops, Skate-Workshops, Nachtaktiv“.

Der Verein tritt seit mehr als 20 Jahren für eine Gleichbehandlung aller ein, unabhängig von sozialer Herkunft. Mit Hip-Hop werden Kinder animiert, sich tanzend auszudrücken. Beim Skaten stehen Koordination und Körpergefühl im Mittelpunkt.

Und für Nachteulen gibt es ein besonderes Programm, bei dem Jugendliche ab 16 Jahren von 22 bis 1 Uhr gemeinsam Basketball spielen. All dies trage zu neuen Freundschaften unter den jungen Sportlern bei, begründet die Stadt ihre Wahl für den ersten Platz.

Als Zweitplatzierter wurde Alemannia Aachen ausgezeichnet, aber nicht etwa für seine Regionalliga-Mannschaft der Herren. Vielmehr befand die Stadt das Projekt „Mädchen und Frauenfußball – Bereit für mehr“ für preiswürdig.

Nationalität, Alter, Geschlecht sowie Religion und kultureller Hintergrund spielten bei der Alemannia keine Rolle, hieß es zur Begründung. Mit seinem Engagement für Sportlerinnen setze sich der Verein für Gleichberechtigung ein und fördere gleichzeitig den Teamgeist und die Zielorientierung von Mädchen und Frauen.

Den dritten Platz belegt der Verein Aix-la-Sports für seinen Schwimmunterricht in Kooperation mit dem Schulverband Ost. Schon seit einigen Jahren organisiert der Verein an den Schulen im Aachener Osten und am Gymnasium Eschweiler Schwimmunterricht für Schwimmanfänger.

Insbesondere Kinder mit Migrationshintergrund, die in ihrer Heimat keine Erfahrungen im Wasser gemacht haben, können so schwimmen lernen. Ohne die Hilfe des Vereins wäre dies kaum möglich, da gerade an den weiterführenden Schulen die Sportlehrer nicht für den Unterricht mit Nichtschwimmern qualifiziert sind, berichteten die Vereinsvertreter.

Drei weitere Anerkennungspreise wurden außerdem vergeben an die Projekte „Kita- und Kinderfußball“ des Vereins Aachen Euregio Sports, „Boxtraining für Kinder, Jugendliche und Migranten“ des BC Helios Aachen 1912 und an „Sport- und Bewegungsangebote für Kinder und Jugendliche online“ der Kinder- und Jugendhilfe Driescher Hof. Diese erhielten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 250 Euro.

Für den dritten Platz wurden 500 Euro überreicht, für den zweiten Platz 1.000 Euro und der Erstplatzierte darf sich über 1.500 Euro für die Vereinskasse freuen.