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Untersuchung der RWTH Aachen: Hinweise auf zwei starke Erdbeben

Untersuchung der RWTH Aachen : Hinweise auf zwei starke Erdbeben

Erdbebenforscher der RWTH Aachen haben auf einer Wiese hinter Eilendorf zwei tiefe Gräben ausgehoben und dort spannende Entdeckungen gemacht.

Auf einer Wiese unweit des Friedhofs Buschmühle in Stolberg, gleich hinter der Aachener Stadtgrenze, haben Wissenschaftler der RWTH Aachen Hinweise auf mindestens zwei gewaltige Erdbeben in der Vergangenheit entdeckt.

Bei geologischen Grabungsarbeiten entdeckte das Team um die beiden Projektleiter, Professor Klaus Reicherter und Dr. Jochen Hürtgen vom Lehr- und Forschungsgebiet Neotektonik und Georisiken, Verschiebungen von Erdschichten im Boden, die die Auswirkungen von starken Erdbeben sind. Beide Ereignisse sind mindestens 10.000 Jahre her.

Umfangreiche Laboruntersuchungen sollen nun Aufschluss darüber geben, wie stark die Beben waren und wann sie sich ereigneten. Aus den Abständen lassen sich womöglich Prognosen für die Zukunft entwickeln.„Unser Ziel ist eine bessere seismische Gefährdungsabschätzung“, erläutert Jochen Hürtgen.

(mg)