Aachen: Hinter jedem Wunschzettel eine Geschichte

Aachen: Hinter jedem Wunschzettel eine Geschichte

Damit niemand an Heiligabend leer ausgehen muss, steht bereits zum achten Mal im Foyer des Rathauses der Wunschzettel-Weihnachtsbaum. Er ist bestückt mit Wünschen von Kindern und Jugendlichen des Evangelischen Kinder- und Jugendhilfezentrums Brand, des Zentrums für Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Maria im Tann und des Zentrums für soziale Arbeit Burtscheid.

Jetzt durften die Leiter der Jugendhilfeeinrichtungen die Geschenke und eine Geldspende für ihre Kinder entgegennehmen.

Bis vor kurzem konnten die Aachener, die den Kleinen eine große Freude machen wollten, einen Wunschzettel vom Baum pflücken und das liebevoll verpackte Geschenk ins Rathaus bringen. Insgesamt konnten so 344 Wünsche erfüllt werden.

„Wir möchten uns im Namen aller Kinder und Familien herzlich bedanken, dass so viele Menschen an uns gedacht haben“, freute sich Stefan Küpper,Leiter von Maria im Tann. „Sie zeigen damit, dass unsere Kinder nicht an den Rand der Gesellschaft gehören, sondern einen Platz in ihrer Mitte haben.“

„Unsere“ Kinder, das sind zum Beispiel Steppkes wie Jason, sechs Jahre alt, der sich wahrscheinlich wie viele andere Jungs in seinem Alter das neue Lego Star Wars gewünscht hat, oder die vierjährige Anna, die ihrer Barbie ein schickes neues Outfit verpassen möchte. Oder Niazwali, 16, der gerne ein türkisches Teeservice hätte, oder der 13-jährige Thorsten, der einen einen neuen Fußball möchte. Oder Sonja, neun Jahre alt, die sich nichts sehnlichster wünscht, als zwei Kinokarten für sie und ihre Mama.

Wünsche, die nicht wirklich groß sind, Wünsche, die nicht wirklich viel kosten und mit denen es doch eine große Bewandtnis hat. „Der Baum hat eine große Bedeutung, denn hinter jedem Wunschzettel steht eine Geschichte,“ sagte Oberbürgermeister Marcel Philipp. „Er ist außerdem der Weihnachtsgruß an alle Aachenerinnen und Aachener — und gehört damit in die Mitte unserer Stadt, ins Rathaus!“

(acb)
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