Hilfe für Aachener Projekte für Menschen ohne Job

13. Solidaritätslauf : Laufen im Kampf gegen Arbeitslosigkeit

„Fifty-Fifty“ – unter diesem Motto findet am Sonntag, 22. September, wieder der Aachener Solidaritätslauf statt. Zum 13. Mal schnüren Firmen, Familien und andere Spendenfreudige die Laufschuhe, um möglichst hohe Beträge für den guten Zweck zu erzielen.

Dieses Jahr hilft das Mitmachen sogar doppelt: „Gemäß unseres ,Fifty-Fifty‘-Mottos geht jeder Rundenerlös zu 50 Prozent an Menschen ohne Arbeit aus Stadt und Region. Für die andere Hälfte des Betrages kann sich jeder Läufer einen eigenen Spendenzweck aussuchen“, erklärt Martin Pier vom Bistum Aachen. Zusammen mit dem Evangelischen Kirchenkreis und dem Verein Pro Arbeit bilden die Bistumsregionen Aachen-Stadt und -Land die Trägerorganisationen des Solidaritätslaufs. „Wir freuen uns, dass wir dieses Jahr wieder ökumenisch unterwegs sind und sich beide kirchlichen Instanzen gleichermaßen für die gemeinsame Sache einsetzen“, so Pier.

Rund ums Rathaus

Die Laufstrecke misst rund 700 Meter, es geht rund um Rathaus und Dom. Start ist um 11 Uhr, nach 90 Minuten ist der Lauf beendet. „Wie immer wird der Solidaritätslauf im Rahmen des September-Specials ausgetragen. Das gibt uns den Vorteil, die Bühne am Rathaus für uns zu nutzen und die Teilnehmer sowie Zuschauer mit Ansagen zu unterstützen und zu informieren“, nennt Renate Weidner vom Evangelischen Kirchenkreis Aachen die Besonderheit der Veranstaltung.

Während letztes Jahr rund 400 Teilnehmer an den Start gingen, zählen die Veranstalter bis jetzt 250 Anmeldungen. „Wir hoffen natürlich, dass der letztjährige Wert noch überboten wird“, sagt Martin Pier. Mitmachen kann nämlich jeder: Ob Firma, Personengruppe oder Einzelperson, ob sportlich fit oder untrainiert – die Aufgabe ist lediglich, sich im Vorfeld des Laufs Sponsoren und Unterstützer wie Freunde, Eltern oder Kollegen zu suchen und sich online das Anmeldeformular herunterzuladen. „Damit entspricht der Lauf in gewissem Maße dem Format eines klassischen Sponsorenlaufs“, erläutert Pier.

Möglichkeit der Spende

Sollten sich keine Sponsoren finden, besteht die Möglichkeit, einen Spendenbeitrag von zehn Euro einzuzahlen und mitzulaufen – besonders wichtig für Kurzentschlossene.

Ermöglicht wurde die Organisation der Veranstaltung wie jedes Jahr durch eine Vielzahl von Firmen und Vereinen, die ihre Hilfsbereitschaft äußerten und mit insgesamt über 400 Helfern auf und neben der Strecke für genügend Wasservorrat, Stempel und Sicherheit sorgten. „Ohne das große Team aus ehrenamtlichen Helfern wäre das alles bei weitem nicht stemmbar“, ist Kathrin Sachsen von Pro Arbeit über den großen Zuspruch erleichtert. Für gute Stimmung am Streckenrand ist durch die Big Band des Pius-Gymnasiums und einer koreanischen Trommel-Formation bestens gesorgt.

Auch das Luisenhospital wird erneut mit einer beachtlichen Gruppe von Mitarbeitern sowie einheitlicher Sportkleidung an dem Lauf teilnehmen: „Wir als Krankenhaus sehen uns dazu verpflichtet, vor der Aachener Bevölkerung, für die wir auch ein Stück weit Verantwortung tragen, mit gutem Beispiel voranzugehen“, sieht Ralf Wenzel, Vorstandsvorsitzender des Evangelischen Krankenhausvereins zu Aachen die Teilnahme als selbstverständlich an.

Sichtbar machen

„Neben den Spenden, die natürlich sehr helfen, ist ein weiterer großer Grund für den Solidaritätslauf, das Thema Langzeitarbeitslosigkeit in Aachen sichtbar zu machen und die Leute so darauf aufmerksam zu machen. Es wird immer weniger darüber gesprochen“, unterstreicht Holger Kaminski von der Wabe Stolberg die Dringlichkeit einer Großveranstaltung, um über das Thema zu informieren.

Die kirchlichen Träger engagieren sich bereits seit vielen Jahren für langzeitarbeitslose Menschen. In über 25 Projekten begleiten sie rund 2000 Jugendliche, Männer und Frauen, die von dem Problem betroffen sind. Dabei erhalten sie finanzielle Unterstützung vom Staat und Beiträgen aus der Kirchensteuer. Allein das Bistum Aachen investiert jährlich in Aachen und Umland etwa eine halbe Million Euro in die Arbeit mit arbeitslosen Menschen. Verbleibende Finanzierungslücken werden durch Spendenmittel geschlossen, hierzu leistet der Solidaritätslauf seinen Beitrag.

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