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Globaler Streiktag: Hier geht Fridays for Future Aachen am Freitag auf die Straße

Globaler Streiktag : Hier geht Fridays for Future Aachen am Freitag auf die Straße

Es geht wieder auf die Straße: Fridays for Future ruft für diesen Freitag zum globalen Streiktag auf. Dreh- und Angelpunkt ist dieses Mal der Markt.

Morgen ist der nächste große Streiktag von Fridays for Future. Die Mobilisierungskampagne in den Sozialen Netzwerken nimmt an Fahrt auf. Wer braucht noch Plakate und Sticker? Wer stellt sich als Ordnerin oder Ordner zur Verfügung?

Ob auf Instagram oder Twitter, bei Whatsapp oder Telegram: Die Aachener Klimaaktivisten nutzen zahlreiche Kanäle, um on- wie offline auf den globalen Streiktag an diesem Freitag, 23. September, aufmerksam zu machen.

„People Not Profit“ (zu deutsch: Menschen statt Profite) lautet das Motto, unter dem die Aktivisten abermals zum globalen Streiktag aufrufen – und das Augenmerk wieder verstärkt auf Klimaschutz und Klimagerechtigkeit lenken wollen. „Mit jedem Sommer merkt man stärker, dass der Klimawandel auch in Deutschland angekommen ist“, sagt Sarah Heckt von Fridays for Future Aachen.

Die Anliegen der Aktivisten sind so aktuell wie selten, dafür muss man nicht mal auf den zurückliegenden Sommer mit Hitzerekorden, Trockenheit und Waldbränden blicken. Durch die Energiekrise und die hohen Preise für Benzin und Diesel fragen sich zahlreiche Menschen, wie sie in diesem Winter (noch) mehr Strom und Gas sparen können und überlegen sich vielleicht zweimal, ob eine bestimmte Fahrt mit dem Auto zurückgelegt werden sollte oder ob auch Bus, Bahn oder Fahrrad eine Alternative sind.

Nicht nur darauf wollen die Aktivisten am Freitag aufmerksam machen. Sie kritisieren auch, dass die Politik nach ihrer Einschätzung in diesen Krisen die falschen Schwerpunkte setzt. „Maßnahmen wie der Tankrabatt haben zwar für kurzfristige Entlastung von Autofahrerinnen und Autofahrern gesorgt, fördern aber weiterhin fossile Abhängigkeiten und bremsen die Verkehrswende“, kritisieren die Aktivisten.

„Es ist eine Frechheit, dass Sondervermögen und fossile Subventionen weiterhin finanziert werden, und für das Neun-Euro-Ticket angeblich kein Geld mehr da ist. Unsere Regierung setzt nach wie vor auf klimaschädliche Politik anstatt endlich Klima und Soziales zusammen zu denken“, meint Sarah Heckt von der Aachener Ortsgruppe.

Sie hofft, dass diese Meinung zahlreiche Menschen in Aachen teilen – und am Freitag mit auf die Straße gehen. Rund 2000 Teilnehmer erwarten die Klimaaktivisten. Die Erfahrung zeigt: Es könnten auch deutlich mehr sein. Vor einem Jahr schlossen sich dem globalen Klimastreik in Aachen 5000 Menschen an, im März dieses Jahres waren es noch 2000.

Dieses Mal ist Dreh- und Angelpunkt der Aachener Markt. Ab 10 Uhr versammeln sich vor dem Rathaus die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Um 10.30 Uhr startet der Demonstrationszug durch die Innenstadt. Insbesondere an den Straßen Wüllnerstraße, Pontwall, Hirschgraben und Seilgraben müssen sich Unbeteiligte auf Verkehrsbeeinträchtigungen einstellen.

Nach etwa anderthalb Stunden soll der Demonstrationszug beendet sein. Das Programm geht allerdings weiter. Ab 12 Uhr lädt Fridays for Future zu einem Straßenfest auf dem Markt ein. Musik gibt es von der Rapperin Shelly Quest. Neben Redebeiträgen von Refugees for Future, Initiative Kurdistan, Lützerath und anderen Gruppen werde es zudem mehrere Informationsstände und Workshops geben.

„Wir wollen den globalen Streiktag dieses Mal etwas interaktiver gestalten, die Leute mehr einbinden und die Möglichkeit für einen Austausch bieten“, betont Felix Kind. Und dabei auch neue Mitstreiter für den Kampf fürs Klima mobilisieren.