Heintje wirbt auf dem Aachener Katschhof für Europa

„Pulse of Europe“ auf dem Katschhof : Ein Plädoyer für Europa und die Wahl am 26. Mai

„Bei schönem Wetter kann das jeder“, meinte Oberbürgermeister Marcel Philipp in Richtung der Besucher, die sich trotz des schlechten Wetters am Sonntagnachmittag zur Kundgebung von „Pulse of Europe“ vor der Ratshaustreppe eingefunden hatten.

„Dieser Einsatz ist Ihnen hoch anzurechnen“, meinte der OB, bevor er sich dann einmal mehr für eine multinationale Zusammenarbeit in Europa starkmachte.

Am 26. Mai wählen gehen und so ein Votum auch für Europa abgeben: Dazu forderten die unterschiedlichen Redner das Publikum auf. Unter den Gästen auf der Bühne war diesmal der Niederländer Hein Simons: Als „Heintje“ hat er sich vor etlichen Jahren in die Herzen der Deutschen gesungen. Heute präsentiert sich der Kinderstar von einst als eifriger Verteidiger der europäischen Idee. Als Holländer, der in Deutschland Karriere machte und seit vielen Jahren in Belgien lebt, ist ihm der europäische Gedanke besonders vertraut. „Wir können froh sein, so leben zu können, wie wir in Europa leben.“

Gerade deshalb seien die Europawahlen so wichtig. Das meint auch die 13-jährige Fanny. „Ich würde gerne wählen“, sagt sie ins Mikro. „Ich habe eine klare Meinung dazu.“ Doch da sie noch nicht wählen darf, wünscht sie sich, dass möglichst viele Menschen von ihrem Recht Gebrauch machen.

Marcel Philipp, Arndt Kohn, SPD-Mitglied des Europäischen Parlaments, und Karl-Heinz Lambertz, ehemaliger Präsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien: Sie alle setzten sich an diesem Sonntag vehement für Europa ein. Gerade die Älteren erinnerten an die Nachkriegszeit, die Jüngeren wiederum wissen die Gemeinschaft ohne Grenzen längst zu schätzen.

Den Rechtspopulisten das Feld nicht zu überlassen, halten die „Pulse-of-Europe“-Moderatoren Manfred Kutsch und Joachim Sina für einen weiteren guten Grund, wählen zu gehen. Und dass Europa es wert ist, verteidigt zu werden, darüber waren sich alle einig. „Große Herausforderungen wie den Klimaschutz können wir nicht alleine bewältigen“, meinte beispielsweise Oberbürgermeister Marcel Philipp. Und Karl-Heinz Lambertz lobte die Europäische Union für ihre „großartige Leistungen, für die es lohnt, sich einzusetzen und zu kämpfen“.

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