Aachen: Heinrichs und Co. unterzeichnen Unterlassungserklärung

Aachen: Heinrichs und Co. unterzeichnen Unterlassungserklärung

Der drohende Gerichtsstreit wurde vermieden. Mit einer kurzen Mitteilung auf der Homepage erklärt Alemannias Vorstand die Diskussion mit vier Vereinsmitgliedern für beendet. „Das Präsidium und die vier Vereinsmitglieder haben sich zum Wohl und im Sinne der Alemannia geeinigt.“ Das ist der Schlusspunkt um eine Debatte, die bundesweit für Aufregung gesorgt hatte.

Die Gruppe mit Ex-Präsident Horst Heinrichs, Hans-Dieter Schaffrath, Ralf Bündgen und Ex-Verwaltungsrat Klaus Offergeld hatte Ende Juni eine Presseerklärung in Umlauf gebracht mit der finalen Überschrift: „Präsidium plant das Ende.“

Der Vorstand hatte daraufhin gegen diese und andere Behauptungen eine Unterlassungserklärung verlangt. Nach Informationen dieser Zeitung hat sich Gruppe inzwischen tatsächlich verpflichtet, diverse Aussagen weder wörtlich noch sinngemäß zu wiederholen. Dazu gehört auch die Andeutung, dass das Präsidium „offensichtlich“ eine Vereinsauflösung erwäge und stattdessen parallel eine Neugründung geplant sei. Bei ihren Andeutungen hatte sich das Team Heinrichs nach eigenen Aussagen auf einen hochkarätigen, nicht näher benannten Informanten gestützt. Nicht nur das Präsidium war wegen der „vereinsschädigenden Verhaltens“ sauer, auch Insolvenzverwalter Rolf-Dieter Mönning hatte wenig Verständnis für die Aktion. „Vermeintliche Fans, die das in ihrer Mitteilung behauptet haben, verfolgen eigene Interessen und schaden der Alemannia“, hatte er durch Sprecher Holger Voskuhl erklären lassen.

Schon länger vorhanden

Die Bereitschaft des Quartetts, die Erklärung zu unterschreiben, war nach Informationen dieser Zeitung schon länger vorhanden, auch wenn Hans-Dieter Schaffrath noch letzte Woche markig verkündete, dafür gebe es keinen Anlass. Es ging in den letzten Tagen um die Frage, wie der Rückzug der Öffentlichkeit verkündet werden sollte.Mit der auslösenden Presseerklärung hatten die Gegenspieler des Präsidiums noch die große Bühne gesucht und gefunden — für die angeblich drohende Vereinsauflösung gab es bundesweit Schlagzeilen. Den Ausweg aus der Situation suchten die Vier eher lieber durch die Hintertür. Die Angelegenheit sollte diplomatisch ohne Gesichtsverlust zu den Akten gelegt werden. Und da auch das amtierende Präsidium kein nachhaltiges Interesse an einem Rechtsstreit besaß, verständigte man sich auf diese Erklärung. Die Kosten für die eingeschalteten Anwälte werden wohl die Verfasser der ersten Presseerklärung tragen müssen.

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