Aachen: „Haus der kleinen Forscher“ erhält Unterstützung

Aachen: „Haus der kleinen Forscher“ erhält Unterstützung

Morgens schäumt die Zahncreme beim Zähneputzen, der heiße Kakao dampft in der Tasse, auf dem Weg zur Kita werden blühende Blumen beobachtet, die am Mittwoch noch geschlossen waren: Naturwissenschaftliche Phänomene sind Teil der Erfahrungswelt von Kindern und sie wollen ihre Welt im wahren Sinne des Wortes „begreifen“.

Im lokalen Netzwerk „Haus der kleinen Forscher“ bietet das Bildungsbüro der Städteregion Aachen Workshops für Erzieherinnen zum altersgerechten Forschen mit Kindern ab drei Jahren an. Und die kleinen Forscher in der Städteregion Aachen erhalten jetzt weitere Unterstützung. Der Verein „Bildungsengel“, eine Initiative für Chancengerechtigkeit durch Bildung, fördert ab sofort das Netzwerk „Haus der kleinen Forscher“.

Das Konzept sieht vor, dass die Kinder mit alltäglichen Materialien wie Trinkhalmen, Pipetten, Trichtern, Knete oder Luftballons experimentieren. Durch ihre Beobachtungen und Fragen lernen sie spielerisch, welche naturwissenschaftlichen Phänomene ihren Alltag bestimmen. Gemeinsam entdecken und forschen fördert die Interaktion und schafft Anlässe zum Dialog. Dadurch erwerben die Kinder außerdem Sprach-, Lern- und Sozialkompetenzen und können ihre feinmotorischen Fähigkeiten sowie ihr Bewusstsein für das Gelernte weiterentwickeln.

„Je früher Kinder in ihren Fähigkeiten gestärkt werden, desto besser sind ihre Bildungschancen“, so Detlef Müller-Böling, Vorsitzender der „Bildungsengel“. „Das wollen wir vor Ort unterstützen und sehen besonderes Potenzial in der naturwissenschaftlichen Frühförderung.“ Aus diesem Grund finanzieren die Bildungsengel beispielsweise zusätzliche Fortbildungen für Erzieherinnen und pädagogische Fachkräfte in der Städteregion und fördern die Ausbildung zusätzlicher Trainerinnen.

Die Städteregion Aachen ist bereits seit 2011 ein Knotenpunkt im bundesweiten Projekt „Haus der kleinen Forscher“. Mit thematischen Workshops und didaktischen Materialien unterstützt es pädagogische Fachkräfte dabei, Kita- und Grundschulkinder im Entdecken, Forschen und Lernen zu begleiten. Insgesamt gibt es zehn verschiedene Workshops mit eigens für die Region qualifizierten Trainerinnen. Bisher haben mehr als 300 pädagogische Fachkräfte aus rund 100 Kindertagesstätten in der Städteregion die Workshops besucht. Die Schirmherrschaft für das lokale Netzwerk haben Professor Marcus Baumann, Rektor der FH Aachen, und Professor Ernst Schmachtenberg, Rektor der RWTH Aachen, übernommen.

Das städteregionale Bildungsbüro ist Träger des lokalen Netzwerks: Es organisiert und koordiniert die Fortbildungen für die Erzieherinnen und begleitet die Zertifizierungsverfahren. Die Zertifizierung als „Haus der kleinen Forscher“ können alle Kitas in Deutschland erhalten, die als Mitglied eines lokalen Netzwerks regelmäßig mit den Kindern experimentieren und naturwissenschaftliche sowie technische Fragestellungen fest in ihr Angebot einbinden. Kooperationspartner im lokalen Netzwerk „Haus der kleinen Forscher“ sind die Stadt Würselen, das Energeticon in Alsdorf und die Käthe-Kollwitz-Schule in Aachen.

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