Aachen: „Hand in Hand“ für gute Bildung

Aachen: „Hand in Hand“ für gute Bildung

Bunte Lernbücher, Malbücher, Buntstifte und Collegeblöcke — unter anderem mit diesen Spenden unterstützt der Verein „Hand in Hand für Aachen“ Grundschulen. Die Evangelische Grundschule Annastraße und die KGS Beeckstraße erhalten im Rahmen der Aktion „Aachen steht auf! für die Flüchtlinge“ Unterstützung von dem Verein.

Die beiden Grundschulen richten an jeweils drei Tagen in der Woche Deutsch-Intensivkurse aus, an denen Kinder mit speziellem Förderbedarf aus allen Grundschulen teilnehmen können.

Die Grundschulen durften Listen mit gewünschten und benötigten Lernmaterialien schreiben, und „Hand in Hand für Aachen“ sorgte für die Umsetzung. Unter den Lernmaterialien befinden sich unter anderem zweisprachige Lernbücher, Karteisysteme und Kopiervorlagen für Arbeitsblätter. Großzügig unterstützt wird das Engagement vom Hilfswerk unserer Zeitung „Menschen helfen Menschen“.

Die neuen Bücher und Materialien sorgten für viel Freude, vor allem bei Maria Anhut, Schulleiterin der Beeckstraße und Julia Lemm, Lehrerin für Deutsch-Intensivkurse an der Grundschule Anna-straße. Durch die direkte Zusammenarbeit mit den Schulen und die Zusammenstellung der Listen konnte dort eine gezielte Spende vorgenommen werden. Das Schulamt, das kommunale Integrationszentrum und die Grundschulen tauschen sich untereinander aus. „Die Herausforderungen für Schulen und Lehrer sind enorm“, sagte Renate Katz, Schulamtsdirektorin für die Grundschulen in Stadt und Städteregion. Deshalb werde der Ansatz verfolgt, alle Grundschulen so fachlich zu unterstützen, dass sie den Kindern und der Herausforderung gerecht werden können.

Die Kinder, die ein spezielles Förderbedürfnis in der deutschen Sprache haben, lernen an drei Tagen in der Woche zusammen Deutsch. Die restliche Zeit nehmen sie gemeinsam mit den anderen Kindern in der Grundschule am Unterricht teil. „2013 haben wir festgestellt, dass die Zahl der Seiteneinsteiger auch im Primarbereich zugenommen hat“, sagte Sevim Dogan, Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums. Die Kinder sind außerdem unterschiedlich alt.

„Wir haben uns überlegt, wo Standorte sein können, an denen nach bestimmten Kriterien intensiv gelernt werden kann“, erklärte Dogan. Die Teilnehmer der Deutsch-Intensivkurse sind im Alter zwischen sieben und zehn Jahren. „Es gibt viel individuelles Förderpotenzial“, erzählte Julia Lemm, Fachberaterin für Deutsch als Zweitsprache in Stadt und Städteregion.

Im Anschluss an die Übergabe der Lernmaterialien wurde ein weiteres Projekt vereinbart mit dem Flüchtlinge unterstützt werden sollen. Johanna Heiliger, Geschäftsführerin des Stadtsportbundes und Ahmethicri Agirman, Vorsitzender von „Hand in Hand für Aachen“, unterzeichneten einen Kooperationsvertrag. Es soll nun einmal pro Woche ein Sport- und Bewegungsangebot für Kinder und Frauen und an einem weiteren wöchentlichen Termin ein Angebot für Männer geben. Dies steht auch den Flüchtlingen in der Unterkunft Franzstraße offen.

Wer den Verein „Hand in Hand“ zusätzlich unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende auf das Konto DE10 3905 0000 1070 9300 68.