Haaren: Haaren: Grünes Licht für Umzug der Bezirksverwaltung

Haaren: Haaren: Grünes Licht für Umzug der Bezirksverwaltung

Grünes Licht gibt es für die von der CDU beantragte Verlagerung der Bezirksverwaltung von der Alt-Haarener-Straße in die alte Schule, Germanusstraße. Bezirksbürgermeister Ferdinand Corsten (CDU): „Wie ich gehört habe, kann man optimistisch sein - mehr als ich zu träumen gewagt habe.”

Da spielte es auch keine Rolle, dass die Grünen sich bei der Beschlussfassung zu den Planungsleistungen ihrer Stimme enthalten hatten. Noch am 8. September hatte Thorsten Sinnung (Grüne) unserer Zeitung gesagt, man werde die Initiative der CDU unterstützen und hoffe, an den Plänen mitwirken zu können.

Die Bezirksvertretung will sich mit 50.000 Euro an den Planungen beteiligen. Mit den in der alten Schule (Bürgerzentrum) untergebrachten Vereinen (DRK, Awo, Heimatverein, Idea) seien bereits Gespräche über einen Umzug geführt worden. Der Bezirksbürgermeister machte deutlich, dass die Bezirksvertretung zu den Planungen angehört werde.

Die Grünen hatten diesbezüglich Bedenken angemeldet. „Wir werden uns nichts aus der Hand nehmen lassen”, versicherte Corsten. Die alte Schule gehöre der Stadt, sie stehe unter Denkmalschutz. Immerhin werde ein möglicher Verkauf der Immobilie in der Alt-Haarener-Straße einen großen Batzen Geld abwerfen. „,Wir wollen diese Änderung haben”, machte Corsten Mut. Was sie am Ende kosten werde, könne heute noch niemand sagen.

Uneinigkeit bei Fördermitteln

Ein Dauerbrenner in der Bezirksvertretung blieb außerdem die Schulwegsicherung Friedenstraße/Hergelsbendenstraße. Umgestaltungen der Fahrbahnverengung sollen Gefahren beseitigen. Fachbereichsleiterin Regina Poth kann sich vorstellen, dass damit noch in diesem Jahr begonnen wird. Allerdings müsse eine Fahrradfurt berücksichtigt werden. Die Maßnahmen sollen 60.000 Euro kosten, der Beschluss erfolgte einstimmig.

Ebenso wie der Beschluss für die Servicezeiten in den Kindertagesstätten Gut-Knapp-Straße und Eibenweg. Hier ist der Kinder- und Jugendausschuss zuvor schon dem Verwaltungsvorschlag gefolgt. Die Betreuungszeiten sind derzeit von 7.30 bis 16.30 Uhr. Bei einer Ausweitung der Betreuungszeiten bis zu täglich drei Stunden, wie sie die SPD beantragt hat, würden hohe Personalkosten entstehen. Für die geforderte Ausweitung von 6 bis 18 Uhr bestehe bis auf Einzelfälle kein Bedarf.

Bei der Vergabe bezirklicher Förder- und Investitionsmittel (Teilverteilung) war sich das Gremium uneins. Einstimmigkeit herrschte über den Grundzuschuss für Kindergärten und Grundschulen je Einrichtung von jährlich 500 Euro (insgesamt jährlich 2500 Euro).

Als es um die Erweiterung der städtischen Kita „Auf Überhaaren” zum Bewegungskindergarten (1500 Euro) und um die Beteiligung des Bezirkes an den Planungen zur Verlagerung des Bezirksamtes (12.500 Euro ging), enthielten sich die Grünen in der Bezirksvertretung ihrer Stimme.

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