Aachen: Grüne: Inklusion muss konkret werden

Aachen: Grüne: Inklusion muss konkret werden

„Gemeinsam sind wir stark“ — unter dem Motto steht auch der Inklusionsgedanke, der in Form eines Gesetzesentwurfs in den Landtag eingebracht wurde. Das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung ist das Ziel. Doch viel sei davon noch nicht zu merken — auch nicht im Schulentwicklungsplan „Primarstufe 13 bis 18“.

Das zumindest bemängelt die grüne Fraktion im Rat der Stadt und will, dass der Oberbürgermeister den Plan um den Punkt „Inklusion“ erweitert.

Das Wort Inklusion, das in vielen deutschen Schulen für Verwirrung gesorgt habe, will die grüne Ratsfraktion jetzt Schritt für Schritt organisieren. Bisher habe die „Inklusion unkoordiniert stattgefunden — ohne Regeln und ohne Struktur“, findet Ulla Griepentrog, Fraktionssprecherin der Grünen.

Jetzt wollen die Grünen daher eine Prüfung an den bestehenden Schulen beantragen. Denn „Ressourcen, die da sind, sollen auch genutzt werden“, rät Ulla Griepentrog. Manche Schulen seien beispielsweise schon barrierefrei, was die Inklusion von Rollstuhlfahrern ermögliche. Außerdem sollten vorhandene pädagogische Konzepte erfasst werden, die ein Vorbild sein könnten.

Die Prüfung würde laut Griepentrog auch den Weg für Schwerpunktschulen frei machen, an denen Kinder mit ähnlichen Defiziten unterrichtet werden sollen. Griepentrog: „Wir müssen uns von dem Anspruch entfernen, dass alle Schulen alles bieten können!“

Mit der Einrichtung von Schwerpunktschulen könnten zum einen die vorhandenen Ressourcen genutzt werden. Zum anderen wollen die Grünen den „Trugschluss“ aus der Welt schaffen, dass Inklusion zu teuer sei. Es sei falsch, dass alle Ressourcen neu geschaffen und Gebäude umgebaut werden müssten.