Eilendorf: Großes Fest zum 775. Geburtstag: „Eilendorf ist ein Geschenk“

Eilendorf: Großes Fest zum 775. Geburtstag: „Eilendorf ist ein Geschenk“

775 Jahre Eilendorf, ein ganzes Dorf feierte drei Tage lang dieses stolze Jubiläum rund um seine Flötenspieler-Skulptur. Wetter gut, Sommerfest prima, Resonanz toll, Stimmung prächtig, so kann am Ende des Festes positiv bilanziert werden. Die IG Eilendorfer Vereine mit ihrer „Macherin“ Kathy Herms und die IG Handel, Handwerk und Gewerbe, an der Spitze Jörg Deutz, ließen zufriedene Gesichter zurück.

„Ein schönes Jubiläum. Eilendorf lebt mit Aachen, Aachen mit Eilendorf“, erklärte Oberbürgermeister Marcel Philipp. Nur gemeinsam könne man wichtige Dinge stemmen. In Eilendorf befinde man sich auf einem guten Weg, hier habe es vorzüglich mit der Unterbringung von Flüchtlingen geklappt. Philipp verwies zudem darauf, dass die Bezirke ein Recht auf eigenständige Gestaltung hätten. Eilendorfs Bezirksbürgermeisterin Elke Eschweiler setzte noch eins drauf: „Eilendorf ist ein Geschenk, nicht nur beim Feiern, auch danach.“

Zufrieden vor dem Eilenturm: (von links) Kathy Herms, Philipp Eisenbach, Elke Eschweiler, Andrè Lütz und Hildegard Pitz.

Es wächst zusammen

Kathy Herms war begeistert vom verlauf der Festtage: „Toll, hier wächst Vieles zusammen.“ Das war schon beim ökumenischen Gottesdienst deutlich spürbar. „Es war mir ein persönliches Anliegen. Vielleicht sind beim nächsten Mal auch Muslime dabei“, hofft sie. Die beiden Pfarrer Gregor Houben und Christoph Johnsen erhielten am Ende großen Beifall. Zum Dank intonierten die „Fehl-Harmoniker“, eine Formation des Instrumentalvereins Eilendorf, einen flotten Dixie.

Egal ob mit Musik oder Theater, ganz Eilendorf feierte. Schon am Freitag gab das „Große Blasorchester“ des Instrumentalvereins mit einem Eröffnungskonzert den guten Ton an und wies die Richtung auf das kommende Programm. Gleich zweimal wagte sich das „Urmel aus dem Eis“, dargeboten auf der Showbühne von der Bühne78. Das Jugendorchester des Instrumentalvereins Eilendorf konzertierte, Tanzvorführungen zeigte „Dance Point“, die Band „Cai and the Pirinhas“ begeisterte mit flottem Rockabilly. Mit Disco- und Dancegroovers heizte die zehnköpfige Band „Deep Beat“ ein. Dann steppte der sprichwörtliche Bär, als „Joet drop uus Oche“ mit Liedern aus Aachen und Köln zum Mitsingen einluden ein. Karneval en Ieledörp? Das saß, das kam gut an.

Ruhiger ließen es der Kinderchor der Montessori-Schule und der MGV „Hilaria“ Eilendorf angehen, ebenso die Zumba-Gruppe Sylvia Klaßen-Liefertz. Die Trommler und Pfeifer aus Eilendorf schmetterten hingegen flotte Weisen. Der Flötenspieler dürfte sich darüber gefreut haben.