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Großes Banner über dem Haupteingang der Einrichtung

Rechtsextremismus in Aachen : Studierende setzen Zeichen gegen Nazi-Schmierereien

„Soziale Arbeit geht nur anti­faschistisch!“ Das Banner, das über dem Haupteingang der Katholischen Hochschule Aachen hängt, ist kaum zu übersehen. Es ist eine Reaktion der Hochschule auf die neonazistischen Schmierereien, die vor einigen Wochen an den Außenwänden der Einrichtung aufgetaucht waren.

Damals hatten Unbekannte rechtsextreme Symbole und Parolen auf die Wand der Hochschule gesprayt, ein Studierender wurde sogar namentlich bedroht.

„Seit den Vorfällen Ende November ist zwar zum Glück nichts mehr passiert“, sagt Martin Spetsmann-Kunkel, Dekan der Hochschule. Dennoch sei es ihm ein Anliegen, zu betonen, dass sich die Hochschule nicht einschüchtern lasse. So werde man das semesterbegleitende Programm – am Mittwoch und Donnerstag lief eine Fachtagung zu rechten Verhältnissen in der Gesellschaft – fortsetzen.

Nicht bloß Sachbeschädigung

Sorge äußerte der Dekan darüber, dass die Vorfälle bei der Polizei und Staatsanwaltschaft als bloße Sachbeschädigung zu den Akten gelegt werden könnten. „Das war keine bloße Sachbeschädigung. Wir haben eine aktive rechte Szene mit Gefahrenpotenzial in dieser Stadt“, betont Spetsmann-Kunkel.

(slg)