Aachen: Große Römerstraße von Aachen nach Maastricht entdeckt

Aachen: Große Römerstraße von Aachen nach Maastricht entdeckt

Stadtarchäologe Andreas Schaub spricht von einem „aufsehenerregenden Fund“. Und das aus gutem Grund: Experten waren seit langem davon ausgegangen, dass es im Bereich der heutigen Jakobstraße befestigte römische Wege aus der Zeit von vor rund 2000 Jahren gab.

Einen Beweis in Form eines Fundstücks gab es bislang aber nicht. Das hat sich nun zur Freude der Archäologen geändert. Denn bei den Arbeiten zum Einbau von automatisch versenkbaren Anti-Terror-Pollern an der Ecke Jakob-straße ist ein Stück dieser Römerstraße ans Tageslicht gekommen.

Bei den Bauarbeiten in der Jakobstraße hat die Stadtarchäologie in der Grube Teile einer gut erhaltenen Römerstraße entdeckt. Foto: Stefan Herrmann/Stadt Aachen

Es muss sich wohl um eine bedeutende Straße gehandelt haben, die Schaub frühestens auf das 2. Jahrhundert datiert. Denn sie ist für die damalige Zeit enorm groß — nämlich rund sechs Meter breit. Sogar der Verlauf der Straße ist anhand des neun Meter langen Teilstücks in der Baugrube nachvollziehbar: „Diese Straße verlief nicht exakt nach der Ausrichtung der heutigen Jakobstraße, sondern leicht verschwenkt. Das passt dann auch besser zu den römischen Gebäudeausrichtungen, die wir im Innenstadtbereich haben“, erklärt Schaub. „Es ist toll, dass wir das nun endlich einmal sehen können.“

Bei den Bauarbeiten in der Jakobstraße hat die Stadtarchäologie in der Grube Teile einer gut erhaltenen Römerstraße entdeckt. Foto: Stefan Herrmann/Stadt Aachen

Er geht davon aus, dass es sich um eine Überlandstraße handelte, die die römischen Siedlungen Aachen und Maastricht verbunden hat. Die Poller sollen trotz des Fundes pünktlich zur Eröffnung des Weihnachtsmarktes fertig sein.

Bei den Bauarbeiten in der Jakobstraße hat die Stadtarchäologie in der Grube Teile einer gut erhaltenen Römerstraße entdeckt. Foto: Stefan Herrmann/Stadt Aachen
(stm)