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Raser auf Hahner Straße gestoppt: Groß angelegte Kontrollen gegen Zweiradunfälle

Raser auf Hahner Straße gestoppt : Groß angelegte Kontrollen gegen Zweiradunfälle

Zur Bekämpfung von Zweiradunfällen hat die Polizei am Donnerstag groß angelegte Verkehrskontrollen in der Aachener Innenstadt und der Nordeifel durchgeführt. Im Fokus dabei unter anderem: die Hahner Straße.

Von 10 bis 18 Uhr führten Beamte verschiedenster Dienststellen an 23 Stellen – 14 in Aachen und neun in der Eifel – Geschwindigkeitsmessungen und Verkehrskontrollen durch, teilte die Polizei am Freitag mit. Im Einsatz waren unter anderem der Wach- und Verkehrsdienst, die Einsatzhundertschaft, der Schwerpunktdienst und Beamte der Verkehrsunfallprävention. Erstmals waren auch Kräfte der Fahrradstreife in einem Sondereinsatz dieser Größe dabei.

Die Einsatzorte orientierten sich sowohl an Unfallhäufungspunkten als auch an Hinweisen von Bürgern zu Fehlverhalten in bestimmten Bereichen. Vielerorts wurden verkehrsdidaktische Gespräche geführt. Auch das Ordnungsamt der Stadt Aachen war in den Einsatz eingebunden. Die Mitarbeiter gingen gezielt gegen Parkverstöße auf Geh- und Radwegen und „Zweite-Reihe-Parker" vor.

Die Bilanz des Einsatzes: Insgesamt 343 Verwarngelder wurden erhoben, 58 Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten und 15 Strafverfahren wurden eingeleitet.

Drei Verkehrsteilnehmer fielen auf, weil sie unter dem Einfluss berauschender Mittel standen. In allen Fällen entnahm ein Arzt eine Blutprobe.

Ein Autofahrer fiel bei den Geschwindigkeitsmessungen besonders auf: Er war mit 159 Kilometer pro Stunde bei erlaubten 70 km/h unterwegs – ausgerechnet auf der Hahner Straße zwischen Simmerath-Lammersdorf und Roetgen-Mulartshuette. Hier war Anfang August ein achtjähriges Mädchen bei einem Unfall so schwer verletzt worden, dass sie wenige Tage später starb. Nur wenig langsamer, mit 155 km/h, wurde an gleicher Stelle ein Motorradfahrer gemessen. Beide müssen nun mit einem Fahrverbot rechnen.

(red/pol)