Aachen: Gitarrenpreis: 60 Saitenkünstler bewerben sich um die Finalplätze

Aachen: Gitarrenpreis: 60 Saitenkünstler bewerben sich um die Finalplätze

Es ist unbestritten: Gitarristen wie Jimi Hendrix, Eric Clapton oder Keith Richards haben Musikgeschichte geschrieben. Klassische Gitarrenmusik steht der populären aber in nichts nach. Wer das nicht glaubt, hat nun die Gelegenheit, sich selbst davon zu überzeugen. Denn ein ganzes Wochenende lang werden in Aachen klassische Gitarrenklänge bei hochkarätigen Konzerten ertönen.

Für diesen Musikgenuss sorgt der Aachener Gitarrenpreis, der bereits zum dritten Mal in der Kaiserstadt ausgetragen wird. 60 Teilnehmer, die in Deutschland, Österreich, der Schweiz oder den Beneluxstaaten klassische Gitarre an einer Hochschule studieren, werden bei dem Event in den musikalischen Wettstreit treten. Rund fünf von ihnen werden am letzten Tag des Wettbewerbs im Krönungssaal des Aachener Rathauses im Finale stehen.

„Die Beliebtheit des Aachener Gitarrenpreises nimmt von Jahr zu Jahr zu. In den kommenden Jahren möchten wir den Wettbewerb daher sukzessive ausweiten. Ziel ist es, dass irgendwann Studierende aus ganz Europa an diesem Wettbewerb teilnehmen können“, erklärt Professor Hans-Werner Huppertz, der nicht nur klassische Gitarre an der Musikhochschule Köln, Abteilung Aachen, unterrichtet, sondern auch die Wettbewerbsleitung innehat. Zudem ist er Teil der sechsköpfigen Jury, welche die einzelnen Beiträge der Nachwuchsvirtuosen bewerten wird.

Ausrichter des Aachener Gitarrenpreises ist der gemeinnützige Verein „Accordate“, der für die Förderung der Kammermusik in Aachen eintritt. Der außergewöhnliche Musikpreis ist vor allem eines: Eine Plattform für junge Künstler, die sich hier einen Namen machen können.

Selten bietet sich die Chance, innerhalb kürzester Zeit so oft vor Publikum zu spielen. Das wissen die Teilnehmer, den Auftritten geht daher eine lange und intensive Vorbereitungszeit voraus. Von der Vorrunde bis zum Finale wird jeweils ein freies Programm unterschiedlicher zeitlicher Länge verlangt. „Wir nehmen die jungen Musiker als Künstler wahr. Wer im Finale steht, kann mit einem Paukenschlag eine Menge Aufmerksamkeit gewinnen“, so Huppertz.

Nebenbei ist der Preis mit 6000 Euro sehr gut dotiert. Jeder Teilnehmer, welcher die Hürde der Vorrunde meistert, erhält außerdem eine Aufwandsentschädigung für Anreise und Unterkunft. Die Gewinner stehen am Sonntag fest: Im festlichen Rahmen werden sie bei der „Guitar Gala“ im Krönungssaal geehrt. Dann wird auch ein absoluter Saitenvirtuose auf der Bühne zu sehen und zu hören sein: „Il Fenomeno“ Aniello Desiderio aus Neapel.

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