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Schutz im Herbst: Gesundheitsamt der Städteregion rät jetzt zur Grippe-Impfung

Schutz im Herbst : Gesundheitsamt der Städteregion rät jetzt zur Grippe-Impfung

Das Gesundheitsamt der Städteregion Aachen rät zur Grippeschutzimpfung.

Eine Influenza-Infektion ist manchmal kaum von einer harmlosen Erkältung (grippaler Infekt) zu unterscheiden, sagt das Gesundheitsamt der Städteregion Aachen. Sie kann aber auch schwer verlaufen und beispielsweise Lungenentzündungen hervorrufen und sogar zum Tod führen.

Komplikationen betreffen vor allem Menschen mit Vorerkrankungen sowie Menschen in höherem Alter. Diesen Risikogruppen wird daher die Impfung gegen Grippe empfohlen. „Der beste Schutz gegen Grippe ist eine jährliche Impfung, am besten in den Herbstmonaten, also noch vor Beginn der Grippesaison“, sagt Corinna Bank vom Gesundheitsamt der Städteregion Aachen.

Sie rät deshalb allen Menschen, die zu einer Risikogruppe gehören, zeitnah einen Impftermin in der Hausarztpraxis zu vereinbaren. „Die vorbeugende Grippeschutzimpfung ist das wirksamste Mittel gegen die Influenza-Virusgrippe.“ Einen hundertprozentigen Schutz bietet die Grippeimpfung nicht, aber sie verringert das Risiko, schwer zu erkranken, deutlich.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die jährliche Impfung gegen Grippe für alle, die ein erhöhtes Risiko haben, besonders schwer zu erkranken. Hierzu gehören Menschen ab 60 Jahre, chronisch Kranke jeden Alters, Schwangere sowie Bewohner von Alten- und Pflegeheimen.

Die Grippeimpfung schützt auch Personen, die ein erhöhtes Risiko haben sich anzustecken, weil sie mit vielen Menschen Kontakt haben. Dazu gehören zum Beispiel medizinisches Personal oder Menschen, die in Einrichtungen mit viel Publikumsverkehr arbeiten. Das schützt andere Menschen, für die die Grippe gefährlich sein kann. Deswegen wird Angehörigen oder Pflegenden von Risikopersonen ebenfalls zur Grippeimpfung geraten. „Im Zweifel suchen Sie am besten das Gespräch mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt“, rät Dr. Bank. „Bei Risikopersonen im Haushalt kann zum Beispiel auch die Impfung von Kindern sinnvoll sein.“

Grippeviren verändern sich ständig. Auch eine überstandene Grippe schützt nicht vor einer erneuten Infektion. Daher sollte jährlich geimpft werden. Der Grippe-Impfstoff wird jedes Jahr den aktuell auftretenden Virusvarianten angepasst. Wenn sowohl die Impfung gegen Grippe als auch gegen COVID-19 empfohlen sind, können beide Impfungen bei einem Termin durchgeführt werden.

Wie bei jeder Impfung kann es zu Impfreaktionen kommen: Es können vor allem lokale Nebenwirkungen an der Injektionsstelle (Schmerz, Rötung, Schwellung) sowie systemische Reaktionen (beispielsweise Fieber, Müdigkeit) auftreten. Die Beschwerden verschwinden in der Regel nach einigen Tagen.

Ausführliche Informationen sind unter www.impfen-info.de oder www.jetztimpfen.nrw.de zu finden.

(red)