Richterich: Gesperrte Brücke im Naherholungsgebiet Kaletzbenden sorgt weiterhin für Ärger

Richterich : Gesperrte Brücke im Naherholungsgebiet Kaletzbenden sorgt weiterhin für Ärger

Sie ist wieder ins Gerede gekommen: die Fußgängerbrücke am Angelteich im Richtericher Naherholungsgebiet Kaletzbenden. Seit nunmehr 14 Monaten ist sie gesperrt.

Der Vorsitzende des Angelsportvereins Richterich, Norbert Hamacher, wundert sich in diesem Zusammenhang über gar nichts mehr. Im Gegenteil: „Dieser maroder Übergang ist doch schon eine alte Kiste“, kommentiert er zum Leidwesen nicht nur seines Vereins und des Hundesportvereins, sondern für alle, die in der „grünen Lunge“ Erholung suchen.

Für die beiden Vereine ist es ein großer Nachteil, dass das Angelgelände und der Hundetainingsplatz von den Parkplätzen am Sportplatz aus nur über einen Umweg erreicht werden können. Das sei für die Mitglieder, Gäste und Spaziergänger — besonders ältere Menschen — einfach unzumutbar, sagt auch , so auch Günther Thönnessen vom Hundesportverein. Über ein Jahr herrsche Stille, nichts sei passiert. Während der Krötenwanderung ist die Zufahrt mit den Autos zu Hundeplatz und Anglerheim für mehrere Wochen lang zwar ohnehin nicht möglich. Doch darauf habe man sich eingestellt.

In negativer Hinsicht unvergessen ist für Hamacher und seine Angler-Familie das Fischessen an Aschermittwoch 2017 in ihrem Domizil am See. „Eine Riesenpleite“, sagt Hamacher, denn die Mitglieder, überwiegend Damen, die mit Fischplatten und Salatschüsseln im Dunkeln unterwegs waren, mussten im Zick-Zack-Kurs auf einem mit Pfützen übersäten Weg regelrecht jonglieren und balancieren, um heil mit den Esswaren das Vereinsheim zu erreichen. Und alles nur, weil die Brücke, der direkte Zugang zum Vereinsheim, bereits gesperrt worden war. Das sei allen „ganz schön aufgestoßen“, so Norbert Hamacher.

Seit der Vollsperrung findet das 14-tägige abendliche Zusammentreffen in privaten Räumen statt. „Ob wir in diesem Falle hingehalten werden, vermag ich nicht zu sagen“, meint Hamacher. Aber für ihn steht fest: Die Zusammenarbeit mit Politik, Verwaltung und Straßenkolonne könne man zwar als gut bezeichnen, doch der Informationsfluss in manchen Bereichen dürfte durchaus besser sein. Ärgerlich sei auf jeden Fall, dass „so ein schönes Kaletzbenden“ durch die Brückensperrung nicht mehr als Ruhezone genutzt werden könne.

Abriss und Neubau seien notwendig

Wegen der gesperrten Brücke, Vandalismus, schlechten Wegen, wildem Grillen und Saufgelagen ist Norbert Hamacher erst kürzlich bei Bezirksamtsleiterin Yvonne Moritz vorstellig geworden. Auch auf die katastrophalen Zustände am Tiergehege am Schloss Schönau habe er hingewiesen. „Frau Moritz hat mir versichert, im August soll die Brücke eine Erneuerung erfahren.“ Wegen aller anderen genannten Probleme wolle die Bezirksamtsleiterin eine von der Stadt arrangierte Security-Firma informieren. Ziel müsse es sein, mehrfach am Abend dort zu komtrollieren. Hamacher vertraut diesbezüglich der Bezirksamtsleiterin, und hofft, dass das alles am Ende doch noch wie das „Hornberger Schießen“ ausgeht.

Bezirksbürgermeisterin Marlis Köhne (CDU) ist das Thema gesperrte Brücke natürlich präsent. Abriss und Neubau seien notwendig. Die Bezirksvertretung habe sich dafür stark gemacht, die notwendigen finanziellen Mittel seien im Haushalt 2018 eingepalnt worden, so Köhne auf Nachfrage unserer Zeitung. „Ich freue mich jetzt schon, im Sommer die neue Brücke einweihen und freigeben zu können“, sagt sie.

Auf Vandalismus angesprochen, kommt die Antwort: „Besondere Vorkommnisse sind mir nicht bekannt.“ Der Ordnungsdienst der Stadt fahre in regelmäßigen Abständen dort Streife, auch der Cityservice werde tätig. „Es ist aber nicht auszuschließen, dass mit Beginn der warmen Jahreszeit das Gelände stärker genutzt wird“, so Köhne. Ihre Empfehlung: Bei Unregelmäßigkeiten bitte die Einsatzzentrale des Ordnungsdienstes der Stadt Aachen unter Telefon 432- 2801 anrufen. Auch außerhalb der Dienstzeiten in den Abendstunden und auch an Wochenenden.

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