Aachen: Gesamtschule: Liberale fordern Schadensbegrenzung

Aachen: Gesamtschule: Liberale fordern Schadensbegrenzung

„Wir fühlen uns bestätigt, dass der Regierungspräsident der unheiligen Allianz von CDU, SPD und den Grünen eine so deutliche Absage erteilt hat”, kommentiert Sigrid Moselage, Ratsfrau der FDP-Fraktion in Aachen, die jüngsten Entwicklungen um den Antrag auf eine vierte Gesamtschule.

Die schulpolitische Sprecherin Gretel Opitz freut sich, „dass die intensiven Bemühungen der Eltern, Schüler und Lehrer den Regierungspräsidenten überzeugt haben.” Lange Zeit sah es nicht danach aus.

Im Schulausschuss und den Einwohnerfragestunden wurde von CDU, SPD und den Grünen sowie von Teilen der Verwaltung stets der Eindruck erweckt, dass die Bezirksregierung Kooperationen ablehnt, die Einrichtung einer vierten Gesamtschule jedoch befürwortet. Durch diese Vorgehensweise sei - so die FDP - vorhandenes Vertrauen in eine faire und sachgerechte Schulpolitik in Frage gestellt.

Die FDP fordert daher, die Betroffenen endlich „als gleichberechtigte Partner” an einen Tisch zu holen, um tragfähige Konzepte für die Aachener Schullandschaft zu entwickeln. „Wenig zielführend ist jetzt, hochmütig Andersdenkende ab zu tun, anstatt selbstkritisch die eigene Position zu überprüfen”, so Gretel Opitz. Die FDP-Fraktion appelliert noch einmal an die Fraktionen von CDU, SPD und Grünen, den Antrag zurück zu ziehen.

„Dies wäre nur ein erster Schritt zur Schadensbegrenzung”, so FDP-Oberbürgermeisterkandidat und Fraktionsvorsitzender Wilhelm Helg: „Schüler, Eltern und Lehrer sollen eine Situation wie diese nicht noch einmal durchleben müssen.”