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Teurer Sondereinsatz: Gesalzene Rechnung nach Polizei-Aktion mit Schlüsseldienst

Teurer Sondereinsatz : Gesalzene Rechnung nach Polizei-Aktion mit Schlüsseldienst

Als dem Leiter des Alexianer-Krankenhauses dieser Tage eine Rechnung der Polizei auf den Tisch flatterte, traute der seinen Augen nicht. Der Preis für den Einsatz eines Schlüsseldienstes summierte sich bis in den vierstelligen Bereich.

Mehr als 1100 Euro fordert die Polizei nun, nachdem die Tür einer Patientin, die kurz zuvor aus der Psychiatrie entwichen war, an einem Sonntagmorgen im April durch einen Monteur geöffnet werden musste. Klinik-Leiter Michael Paulzen bringt das in Rage – er hält die Rechnung für maßlos überhöht.

Auf seine Nachfrage, was eine vergleichbare Aktion in Aachen einen privaten Auftraggeber in etwa kosten würde, habe man ihm beim besagten Schlüsseldienst einen Preis genannt, der allenfalls bei 500 bis 600 Euro gelegen hätte, sagt er.

Der Inhaber des Unternehmens betont auf Nachfrage unterdessen, für „Normalverbraucher“ lägen die Tarife sogar eher noch höher.

Die Maßnahme sei in diesem Fall sehr kompliziert und auch zeitlich aufwendig gewesen, erklärt auch die Polizei. Selbstverständlich würden einschlägige Aufträge per Ausschreibung und nach klaren Richtlinien vergeben.

Die Kosten hatte die Polizei dem Krankenhaus in Rechnung gestellt, da die Patientin bereits wieder in die Klinik zurückgekehrt war, als die Tür zu ihrer Wohnung geöffnet wurde. Dort hatte man aber nicht rechtzeitig Entwarnung gegeben.

Hier lesen Sie den vollständigen Text.

(mh)