Aachen: Gefahren des Rauchens lösen sich in Luft auf

Aachen: Gefahren des Rauchens lösen sich in Luft auf

Alle 360 Schülerinnen und Schüler haben im Kino 1 des Cineplex Aachen eins gemeinsam: Sie sind das letzte halbe Jahr rauchfrei gewesen.

Das ist für Jugendliche im Alter von 12 bis 14 Jahren nicht selbstverständlich. Denn gerade in dieser Zeit experimentieren viele mit dem Rauchen. „Derzeit sind es aber gar nicht so wirklich die Zigaretten, sondern vor allem die Shishas und E-Shishas, mit denen junge Menschen experimentieren“, sagt Yvonne Michel von der Suchthilfe Aachen.

Genau dort setzt der europaweite Wettbewerb „Be smart — don‘t start“ an. Schulen aus Aachen und der Städteregion können sich im Vorfeld bewerben und attraktive Preise gewinnen — wenn sie die Finger vom Rauchen lassen.

„Die Veranstaltung kommt sehr gut bei den Schülerinnen und Schülern an. 38 Klassen sind letzten Endes nach einem halben Jahr zu 90 Prozent rauchfrei geblieben“, beschreibt Jürgen Meyer, von der Regionaldirektion Aachen der AOK Krankenkasse. Denn die AOK richtet gemeinsam mit der Suchthilfe Aachen diesen Wettbewerb seit 16 Jahren in der Kaiserstadt aus.

Die erfolgreichen Abschlussklassen der insgesamt 47 teilnehmenden Klassen kamen zur großen Feier in das Cineplex Kino zusammen. Dort wurden auf der großen Leinwand des Kinos die Beiträge aller Klassen gezeigt.

Denn neben dem rauchfreien Wettbewerb gab es auch einen Kreativwettbewerb. „Da konnten alle Klassen Videos, Plakate, Gedichte oder sogar Theaterstücke einreichen. Wir hatten auch schon eine Band, die im Kinosaal ein Lied zu einem rauchfreien Thema gespielt hat“, sagt Meyer. Dass die Aktion, an der bundesweit 8455 Schulklassen, bei den Schülerinnen und Schülern gut ankam, konnte man sehen.

Zum Abschluss der Veranstaltung gab es dann aber noch eine weitere große Aktion. Die 360 Schülerinnen und Schüler konnten auf kleine Zettel einen rauchfreien Spruch schreiben. Dieser Spruchzettel wurde an einem Luftballon befestigt. Vor dem großen Cineplex im Kapuzinerkarree wurden dann alle Luftballons inklusive Zettel fliegen gelassen.

„Einige Ballons sind auch schon in Frankreich und Italien runtergekommen“, sagt Yvonne Michel. Diese rauchfreien Botschaften sind übrigens registriert und ihre Reichweite auf www.blog.suchthilfe-aachen.de einsehbar.

(tih)
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