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„Wege gegen das Vergessen“: Gedenktafel zur Flucht vor Verfolgung an der Aachener Grenze

„Wege gegen das Vergessen“ : Gedenktafel zur Flucht vor Verfolgung an der Aachener Grenze

Die „Wege gegen das Vergessen“ sind in Aachen eine feste Institution. Jetzt folgt der 43. Erinnerungsort.

Am Grenzübergang Aachen-Bildchen (Lütticher Straße, Ecke Hergenrather Weg) wird am Sonntag, 9. Oktober, um 14 Uhr eine Gedenktafel zur Flucht vor Verfolgung im Nationalsozialismus feierlich enthüllt.

Die Tafel erinnert an die historischen Vorgänge in der Grenzregion während der Zeit des Nationalsozialismus und ist Teil des dezentralen Gedenkprojekts „Wege gegen das Vergessen“ der Stadt Aachen mit insgesamt 43 Erinnerungsorten im Stadtgebiet.

Aachen war in der Zeit des Nationalsozialismus eine wichtige Fluchtstation für Verfolgte. Es gab Menschen, die aus altruistischen Gründen Jüdinnen und Juden halfen und sie versteckten, sowie Aachenerinnen und Aachener, die aus dem „florierenden Geschäft“ des Menschenschmuggels Gewinne zu erzielen suchten. Im Rahmen der Veranstaltung wird darüber berichtet.

Bei der öffentlichen Veranstaltung spricht Achim Ferrari, Bezirksbürgermeister Aachen-Mitte. Karl Schultheis (Vorsitzender des Fördervereins „Wege gegen das Vergessen“) und Heinz W. Kneip (Leiter des Programmbereichs Kultur, Geschichte, Politik der vhs Aachen). An der Feier können interessierte Bürger teilnehmen.

(red)