Aachen: Fürs Freiluft-Bier zahlen auch Wirte drauf

Aachen: Fürs Freiluft-Bier zahlen auch Wirte drauf

Aachen liegt bei den Terassengebühren in bester Stadtlage mit sechs Euro pro Quadratmeter und Monat immer noch über dem NRW-Durchschnitt, aber nicht mehr so drastisch wie noch vor sechs Jahren.

Das geht aus dem aktuellen Vergleich der Sondernutzungsgebühr, die Gastwirte für Tische und Stühle auf Gehwegen und Plätzen zahlen müssen, durch den Bund der Steuerzahler (BdSt) hervor.

Für eine Außenfläche von 25 Quadratmetern zahlt der Gastwirt in Aachen aktuell 6 Euro pro Quadratmeter - 1,10 Euro mehr als der Durchschnitt in Nordrhein-Westfalen.

Vor sechs Jahren hatte Aachen beim Vergleich dieser Sondernutzungsgebühr mit 7,50 Euro pro Quadratmeter noch zu den teuersten Städten gehört.

Der BdSt forderte Aachen wie alle Kommunen, die über der Durchschnittsgebühr von 4,90 Euro liegen, auf, diese Gebühr zu senken, und kritisierte die unterschiedlich hohen Terassengebühren in NRW, die aktuell zwischen 1,50 Euro (Herne) und 10 Euro (Bonn) liegt.

In Bonn zahlt ein Gastwirt damit für eine Außenfläche von 25 Quadratmetern für die Monate Mai bis September 1250 Euro. In Düsseldorf fielen in diesem Zeitraum 831,25 Euro an, in Köln 787,50 und in Aachen 750 Euro.

Anlass für die Wiederholung des Gebührenvergleichs waren massive Beschwerden vieler Wirte beim BdSt über die Höhe der Gebühren. Nach dem verregneten Frühjahr seien viele auf den Kosten für die Außengastronomie sitzengeblieben, sagte der BdSt-Gebührenreferent Harald Schledorn.

Die Gastwirte seien auf das Entgegenkommen der Kommunen angewiesen. Eine rechtliche Handhabe, gegen unangemessen hohe Gebühren vorzugehen, hätten sie nicht. Schledorn: „Die Höhe der Sondernutzungsgebühr liegt allein im Ermessen jedes Stadtrats.”