Aachen: Für die Umwelt in die Pedale treten

Aachen: Für die Umwelt in die Pedale treten

Global denken, lokal Handeln. Angesichts der Berichte über steigende Feinstaubbelastung und gescheitertem Klimagipfel in Kopenhagen wollen Mitarbeitende und Wohnungslose im Café Plattform an der Hermannstraße ihren Beitrag zum umweltfreundlichen Umgang mit Ressourcen leisten. Im letzten Jahr wurden schon wärmedämmende Umbauten vorgenommen.

In 2010 will die Leiterin Simone Holzapfel ein besonderes Auge auf energiesparendes Verhalten werfen: „Wir achten zum Beispiel auf sinnvolle Belüftung und kostensparende Beheizung sowie Beleuchtung der Wärmestube oder verzichten auf Stand-by-Funktionen der elektrischen Geräte. Auch beim Kühlen, Einfrieren, Kochen, Spülen, Waschen und Trocknen können wir brauchbare Erfolge erzielen.”

Neben dem ökologischen Gedanken setzt sie auch auf die Kostenersparnis, schließlich lebt die Caritas-Wärmestube am Veltmanplatz hauptsächlich von Spenden. Besonders liegt Holzapfel der pädagogische Effekt am Herzen: „Unsere Besucher werden auf ein selbstständiges Leben in eigener Wohnung vorbereitet, da gehört das Erlernen von umweltschonenden Verhalten einfach mit dazu.”

Auf Vorschlag der Gäste wurde weiter ein vegetarischer Tag in jeder Woche des Jahres eingeführt.

Auf Aachens Straßen wird demnächst ein weißes Caritas-Fahrrad mit Anhänger auffallen. Mit diesem werden ab sofort die Kleiderspenden bei den Bürgern abgeholt und teilweise auch zum neuen „fairKaufhaus” in der Wirichsbongardstraße transportiert. Die nervenzerreibende Parkplatzsuche entfällt, Benzinkosten werden gespart, und gerade im Innenstadtbereich wird eine höhere Flexibilität erreicht. „Den Fahrern macht es Spaß und sie halten sich so gesund und fit”, freut sich Holzapfel.

Das Fahrrad steht auch allen Caritas-Mitarbeitenden der Geschäftsstelle für Stadtfahrten zur Verfügung.

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