Aachen: Führungswechsel in der Lützow-Kaserne: Zum Abschied ertönt Beethoven

Aachen : Führungswechsel in der Lützow-Kaserne: Zum Abschied ertönt Beethoven

Großer Aufmarsch in der Lützow-Kaserne: Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche wurde eine Führungsperson verabschiedet. Brigadegeneral Ralf Lungershausen, der bisher das Kommando über das Ausbildungszentrum Technik Landsysteme innehatte, gab seine Funktion an Oberst Klaus-Dieter Cohrs ab.

Dazu war nicht nur die gesamte militärische und zivile Belegschaft der Kaserne angetreten, sondern auch diverse Vertreter aus Politik und Wirtschaft.

Das Jahr 2018 sei für ihn nicht nur geprägt durch diesen Führungswechsel beim Ausbildungszentrum, betonte Lungershausen beim feierlichen Übergabeappell, bei dem auch mehrere seiner Vorgänger anwesend waren. Er erinnerte gleichermaßen an das 25-jährige Jubiläum des Élysée-Vetrages, der die Grundlage für die „langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren französischen Freunden“ gelegt habe.

Aus Bonn nach Aachen

Ein Gemeinschaftssinn, den er auch innerhalb der Kaserne immer wieder erlebt habe, wenn es etwa um die Ausrichtung des Tags der Bundeswehr ging, so Lungershausen. Zum Abschied wünschte er sich vom eigens angereisten Heeresmusikkorps Koblenz den „Yorckscher Marsch“ von Ludwig van Beethoven, bevor er schließlich von Generalmajor Norbert Wagner von seinem Kommando entbunden wurde.

Die Leitung des Ausbildungszentrums wurde schließlich an Oberst Cohrs übergeben, der bislang als Referatsleiter beim Bundesverteidigungsministerium in Bonn tätig war. Der 57-jährige Niedersachse ist ausgebildeter Kfz-Mechaniker und hat sowohl Maschinenbau wie auch Verteidigungstechnologie in München und Shrivenham in Großbritannien studiert.

Aachen kennt der neue Kommandeur schon aus früheren Zeiten: In den 1980er-Jahren hatte er hier seine Laufbahn mit der Ausbildung zum Offizier der Instandsetzungstruppe begonnen. Dass aber auch hier nicht immer die Sonne scheint, gab ihm Lungershausen noch mit auf den Weg: „Kommandeur in Aachen zu sein ist eine Ehre, aber auch eine große Herausforderung.“

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