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Neue Bäume gepflanzt: Frischer Wind für belastete Wohnquartiere in Aachen

Neue Bäume gepflanzt : Frischer Wind für belastete Wohnquartiere in Aachen

Aufforstung auf zwei Alleen im Frankenberger Viertel in Aachen: Die Stadt hat neue Kaiserlinden gepflanzt.

Die Stadt Aachen hat in den Mittelstreifen von Oppenhoff- und Viktoriaallee 54 rund zehn bis zwölf Jahre junge Kaiserlinden nachpflanzen lassen. In den vergangenen Wochen wurden zunächst die neuen Baumgruben von einer Garten- und Landschaftsbaufirma hergestellt, danach die Bäume gepflanzt. Zum Abschluss bekamen die neuen Bäume auch noch ein Pflanzgerüst, um die Bäume in den ersten Jahren des Anwachsens zu stabilisieren.

Klima- und Umweltdezernent Heiko Thomas sagte am Rande der Pflanzaktion: „Ich bin sehr erfreut, dass wir hier neue Bäume pflanzen können. Denn in einem Quartier, das stadtklimatisch besonders belastet ist, brauchen wir die positiven Eigenschaften von Bäumen: sie kühlen, produzieren Sauerstoff und speichern Wasser.“

Die Pflanzaktion in Oppenhoff- und Viktoriaallee ist ein wichtiger Baustein eines umfassenden Projekts, bei dem neue Bäume im Straßenraum und in den Grünanlagen gepflanzt werden. Der Schwerpunkt des Vorhabens liegt auf den Quartieren Aachens, die stadtklimatisch besonders belastet sind. Das sind vor allem die Innenstadt und die östlich angrenzenden Stadtteile, so auch das Frankenberger Viertel.

Insgesamt werden in Aachen im Rahmen dieses Projekts etwa 500 Bäume neu gepflanzt. Der Bund fördert die neuen Bäume mit Mitteln aus dem Bundesprogramm „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“.

In den baulich stark verdichteten Quartieren der Stadt sind meist aufwändige Vorbereitungen erforderlich. Vorhandene Versorgungsleitungen, belastete Böden, das hohe Verkehrsaufkommen und bisweilen auch archäologische Funde sind vor den eigentlichen Pflanzaktionen zu berücksichtigen.

Die Fachleute sprechen davon, dass der Baumbestand in den Straßen Aachens durch den meist sehr beengten Wurzelraum und die höheren Temperaturen wegen der starken Flächenversiegelung „unter Stress“ steht. Gerade deshalb will die Stadt im öffentlichen Raum verstärkt neue und bessere Baumstandorte schaffen und so viele Bäume wie möglich pflanzen.

(red)