Aachen: Friedensmarsch: Signal gegen Gleichgültigkeit und Resignation

Aachen: Friedensmarsch: Signal gegen Gleichgültigkeit und Resignation

Anlässlich des Weltfriedenstages zum Neujahrstag fand jetzt auf Initiative der Gemeinschaft Sant‘Egidio der traditionelle Aachener Friedensmarsch unter dem diesjährigen Motto „Überwinde die Gleichgültigkeit und erringe den Frieden“ statt.

Ausgerüstet mit Schildern, auf denen die weltweiten Krisenherde benannt waren, machten sich knapp 100 Teilnehmer vom Ponttor auf den Weg durch die Innenstadt zur Kirche St. Foillan am Münsterplatz.

Dort erinnerte der emeritierte Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff in seiner Friedensbotschaft an aktuelle Meilensteine und Herausforderungen des Weltfriedens und erläuterte die päpstliche Botschaft, die vielfach verbreitete Gleichgültigkeit und Resignation abzulegen und sich von Gottes Barmherzigkeit für einen gott-gewirkten Frieden mitten im Alltag beschenken zu lassen.

Im zentralen Teil der ökumenischen Kundgebung wurden die zahlreichen aktuellen Krisenhede in den Blick genommen, Segenswünsche wurden vorgetragen und Kerzen für den Frieden angezündet. Mit dem abschließenden Friedensappell 2016 lud die Gemeinschaft Sant‘Egidio zum besonnenen und konstruktiven Miteinander ein — damit Friede auf Erden Stück für Stück auch im neuen Jahr Wirklichkeit werde.

Die Gemeinschaft Sant’Egidio wurde 1968 vom Karlspreisträger 2009, Dr. Andrea Riccardi, als von der römisch-katholischen Kirche anerkannte geistliche Gemeinschaft und Laienbewegung von Schülern und Studenten gegründet. Sie ist nach ihrem Hauptsitz, dem ehemaligen Kloster Sant’Egidio im römischen Stadtteil Trastevere, benannt. Inhaltliche Schwerpunkte der Bewegung Sant‘Egidio sind Gebet, Weitergabe des Evangeliums, Freundschaft mit den Armen, Dienst an Flüchtlingen und Einsatz für den Weltfrieden.

Veranstalter des Aachener Friedensmarsches war auch in diesem Jahr wieder die Sant‘Egidio Ortsgruppe mit ihrem Sitz in Mönchengladbach.

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