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Frauen helfen Frauen: Telefonberatung ausgeweitet

Frauen helfen Frauen : Telefonberatung ausgeweitet

Die Beratungsstelle Frauen helfen Frauen ist auch in der Corona-Krise für gewaltbetroffene Frauen und Mädchen da – allerdings nur telefonisch und per E-Mail.

Die Beratungsstelle Frauen helfen Frauen in Aachen hat in der Corona-Krise ihr telefonisches Beratungsangebot ausgeweitet. Die Mitarbeiterinnen sind montags, donnerstags und freitags von 9 bis 14 Uhr sowie dienstags von 12 bis 17 Uhr erreichbar und unterstützen die Frauen und Mädchen in dieser Region. Auskunft und Beratung sind auch per E-Mail möglich. Aufgrund der aktuellen Sicherheitsbestimmungen sind offene Sprechzeiten dagegen derzeit nicht möglich.

Gerade in der jetzigen Zeit sei ein Beratungsangebot sehr wichtig, heißt es in der Pressemitteilung von Frauen helfen Frauen. „Meldungen aus China bestätigen demnach, was Fachberatungsstellen für Betroffene geschlechtsspezifischer Gewalt auch in Deutschland befürchten: In der aktuellen Krisensituation mit starken Einschränkungen im öffentlichen Leben steigt die Gefahr für Frauen und Kinder, häusliche und sexualisierte Gewalt zu erfahren. Das eigene Zuhause ist zu oft kein sicherer Ort. Laut einer Pekinger Frauenrechtsorganisation war die Zahl der Betroffenen von häuslicher Gewalt, die sich während der verordneten Quarantäne an die Hilfsorganisation gewandt haben, dreimal so hoch wie zuvor.“

Während das Gewaltrisiko steige, fielen Verletzungen oder Unterstützungsbedarfe von Betroffenen weniger auf, wenn Betroffene zum Beispiel nicht mehr in die Schule, zur Arbeit oder in den Sportverein gehen.

„Für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die von Gewalt im direkten sozialen Umfeld betroffen sind, kann die aktuelle Situation bedeuten, Täter*innen ständig ausgeliefert zu sein“, heißt es weiter.

Die bundesweiten Vernetzungsstellen wie der Bundesverband der Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe ermutigen vor diesem Hintergrund Betroffene und Bezugspersonen ermutigen, sich Unterstützung bei sexualisierter oder häuslicher Gewalt zu suchen und damit nicht allein zu bleiben. Fachberatungsstellen und andere Hilfseinrichtungen sind auch weiterhin telefonisch und online erreichbar und unterstützen im Einzelfall.

Die Vernetzungsstelle und die ihnen angeschlossenen Fachberatungsstellen unterstützen außerdem die Aufrufe für eine solidarische Nachbarschaft. „Wichtig ist es, nicht wegzuschauen, sondern Zivilcourage zu zeigen und zum Beispiel Betroffenen Unterstützung anzubieten oder sich selbst über Hilfsangebote zu informieren. Auch Unterstützungspersonen können sich Hilfe holen und beraten lassen, wenn sie unsicher sind, wie sie Betroffene unterstützen können.“

Der Verein „Frauen helfen Frauen“ erhält zur Finanzierung seiner Arbeit öffentliche Gelder vom Land NRW und der Städteregion, ist aber darüber hinaus dringend auf Spenden angewiesen: Frauen helfen Frauen e.V. IBAN: DE3390500000006009583; BIC: AACSDE33.

Außerdem stehen Hotlines für Betroffene und Bezugspersonen zur Verfügung, an die diese sich kostenfrei und bei Bedarf auch anonym wenden können: Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen: 08000/116 016; www.hilfetelefon.de. Hilfetelefon sexueller Missbrauch: 0800/22 55 530; www.nina-info.de/hilfetelefon.html. Online-Beratung für Jugendliche: www.nina-info.de/save-me-online.