Aachen: Fotoclub 2000 stellt im Finanzzentrum aus

Aachen: Fotoclub 2000 stellt im Finanzzentrum aus

„Jeder Fotograf hätte alleine genügend Fotos für eine Ausstellung in dieser Größe“, schwärmte Peter Palm als Vorsitzender des Fotoclubs 2000. Es sind eben nur die besten der besten Fotos, die jedes einzelne Mitglieds auch dieses Jahr wieder präsentiert. Jetzt feierte der Club seinen alljährlichen Höhepunkt mit einer Ausstellung im Foyer des Finanzzentrums in der Krefelder Straße.

Es sei eine „schweißtreibende Kunst“, bezeugte Oberbürgermeister Marcel Philipp in seiner Eröffnungsrede. Er selbst habe erst kürzlich versucht, eine sogenannte Makroaufnahme von einem Schmetterling zu machen — obwohl in einem Schmetterlingshaus, es war vergeblich. Für Daniel Thomas Funda, zweifacher Preisträger der Ausstellung 2013, sind gerade diese Art von Aufnahmen reizvoll: „Bei mir war es schon immer die Faszination für das Detail.“

Jeder Fotograf des Clubs stellt zwischen zwei und sechs seiner Bilder aus. Jeder bringt seinen eigenen Stil und seine eigenen Themen mit: von fremden Kulturen, detaillierten Tier- und Pflanzendarstellungen, Porträts, Stillleben bis hin zu Kirchenbildern. Auch die Methoden sind unterschiedlich. Zwei Mitglieder sind noch von der alten Schule. Sie fotografieren analog. „Ich liebe dieses Unverfälschte an den Fotos“, schwärmt Dieter Geulen. „Man muss keine teure Ausrüstung haben.“ Wichtig sei der Blick — und falls man den noch nicht habe, könne man ihn erlernen, meint Geulen.

Dennoch sticht dieses Jahr ein Thema besonders hervor: das Karlsjahr. Es hatte Überlegungen zu einer Sonderausstellung gegeben. Aufgrund der räumlichen Auslastung während des Karlsjahres war es aber bei den Planungen geblieben. Das Karlsjahr könne aber fotografisch festgehalten auch noch später zum Tragen kommen, sagte Philipp vielversprechend. Die Stadt selbst habe doch immer eher eine Marketingsicht auf das Karlsjahr, so Phillip. Eine Ausstellung des Fotoclubs könnte da noch einmal neue Perspektiven aufzeigen. Aktuell nimmt der Fotoclub keine Mitglieder auf. „Ab einer bestimmten Anzahl können wir in unseren Treffen nicht mehr richtig diskutieren und allen ausreichend Zeit widmen“, bedauert Palm. Denn gerade das sei die Stärke des Clubs. Die Schmankerl des Fotoclubs 2000 sind noch bis zum 16. Januar im Foyer des Finanzzentrums zu sehen. Der Eintritt ist frei.

(rt)
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