Aachen: Fotoausstellung: Alltagsszenen aus aller Welt werden berührende Momente

Aachen : Fotoausstellung: Alltagsszenen aus aller Welt werden berührende Momente

Wenn Klaus Herzog eine Ausstellung zusammenstellt, dann nur mit ganzen Herzblut. Die Ausstellung „Bewegende Augenblicke“ des Fotografen Klaus Herzog kann man aktuell in der Galerie des Aachener Kulturwerks in den Aachen Arkaden an der Trierer Straße besuchen. Schnell wird bewusst, dass sie ihrem Namen alle Ehre macht.

„Ich habe Aufnahmen ausgesucht, die mich in meiner Laufbahn als Fotograf sehr bewegt haben“, schwärmt Herzog. Stolz steht er vor seinem Lieblingsfoto. Zu sehen sind zwei kleine Jungen, 1983 in Nicaragua, beide mit zerrissenen Klamotten und einer der beiden mit Krücken. „Doch trotzdem strahlen sie! Sie wirken sehr glücklich auf diesem Foto, das hat mich sehr bewegt“, so Herzog.

Die Fotos sind alle sozialdokumentarisch und in schwarz-weiß: „Schwarz-weiß abstrahiert, es lässt einen ganz anderen Blick auf diese Fotos zu.“ Auf seinen Reisen in 60 verschiedene Länder, viele davon in Missionarsarbeit hat er so einiges von der Welt gesehen.

Sofort zu erkennen ist auch die Vielseitigkeit der Aufnahmen. Durch seine Missionarsarbeit war Herzog immer mittendrin im Alltag der verschiedensten Kulturen. Von jung bis alt, Tiere und Menschen, in der Stadt oder im Dschungel. Klaus Herzog fotografierte spontan alles, was ihn berührt. Für die Menschen vor dem Objektiv nur der normale Alltag, für die Betrachter bewegende Geschichten.

Entstanden sind die Fotos alle zwischen den Jahren 1982 und 2000. Damals noch alle Analog. Dementsprechend war es sehr viel Aufwand, neue und besonders große Abzüge der Bilder machen zu lassen. „Dabei hatte ich zum Glück Hilfe. Den Termin für die Ausstellung habe ich vor sechs Wochen erfahren. Dann fing natürlich der Stress an, die besten Bilder heraus zu suchen und neue Abzüge zu erstellen.“ Ausgestellt werden die meisten der insgesamt 33 Aufnahmen in 59x40, seine Lieblingsfotos in 120x80 Zentimeter.

Bei dem Aussuchen der Aufnahmen aus seinem großen Archiv habe ihm seine Frau geholfen. Auch die Idee für den Namen „Bewegende Augenblicke“ hatte sie.

„Natürlich freue ich mich jetzt sehr, hier zu sein und die Fotos in groß hier hängen zu haben. Ich freue mich immer über gute Fotos, selbst wenn es nicht meine sind“, so Herzog. Was seine Ausstellung ausmacht ist Herzogs Nähe zu seinen Aufnahmen. Jedes einzelne Foto verbirgt eine große Geschichte.

(gob)
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