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Solidaritätslauf abgesagt: Foto-Aktion soll Geld für guten Zweck einbringen

Solidaritätslauf abgesagt : Foto-Aktion soll Geld für guten Zweck einbringen

Normalerweise heißt es seit 2006 beim Solidaritätslauf: Laufschuhe an, fertig, los! In diesem Jahr kann man die Schuhe allerdings getrost im Regal stehen lassen. Aufgrund der Corona-Pandemie kann der Lauf zugunsten Menschen ohne Arbeit nicht starten. Stattdessen haben die Organisatoren kurzerhand eine Foto-Aktion auf die Beine gestellt.

Damit sollen Beschäftigungs- und Qualifizierungsprojekte gefördert werden. Initiatoren sind die Regionen Aachen-Stadt sowie Aachen-Land des Bistums zusammen mit der Evangelischen Kirchengemeinde und dem Dachverband „Pro Arbeit“.

Und so funktioniert es: ein Foto von den eigenen Schuhen schießen und auf der Internetseite des Solidaritätslaufes hochladen. Das war es. „Es ist egal, welche Schuhe“, erklärt Kathrin Sachsen, Referentin von „Pro Arbeit“. Es sei auch egal, ob angezogen oder nicht. Die Bilder schmücken dann ab dem 20. September eine Woche lang den Bereich rund um den Aachener Dom. „So haben sie gleichzeitig Aachener wie Touristen im Blick“, meint Dompropst Rolf-Peter Cremer.

Stand jetzt unterstützen Sponsoren die ersten 800 Einsendungen mit jeweils einem Euro. Kommen mehr Sponsoren hinzu, kann die Anzahl oder Summe wachsen. „Ein Großsponsor könnte zum Beispiel 50 Cent pro Paar Schuhe geben“, schlägt Martin Pier vor, Referent im Bistum Aachen. Natürlich hofft er, dass generell fleißig gespendet wird. Solidarität sei laufend gefragt – oder in diesem Jahr eben ruhend. Gespendet werden kann auch ganz simpel per SMS.

Unterstützt werden mit der Aktion insgesamt 19 Projekte, die allesamt zur Beschäftigung von Arbeitslosen dienen. Die Jugendwerkstatt „Amotima“ richtet sich beispielsweise an sozial benachteiligte Jugendliche, die ihre allgemeine Schulpflicht erfüllt haben. In unter anderem Koch-, Metall- und Holzwerkstätten lernen sie die Arbeitswelt kennen und ermitteln ihre eigenen Talente. „Das ist wichtig, damit das Selbstwertgefühl wächst“, sagt Amotima-Betriebsleiterin Elisabeth Wilms. Und das braucht es für einen erfolgreichen Berufsstart.