Aachen: Fördermittel für die Radvorrangroute

Aachen: Fördermittel für die Radvorrangroute

Es regnet Geld: Das Bundesumweltministerium unterstützt die Stadt bei der Schaffung eines Radvorrangrouten-Netzes mit einer satten Finanzspritze. Knapp über eine Million Euro sollen in die Planung und Umsetzung der Radvorrangroute 1 zwischen Eilendorf und Melaten nach Aachen fließen, wie die Stadt am Montag mitteilte.

Mit der Radvorrangroute will die Stadt den Radverkehr stärken. Die Routen sollen so gestaltet, markiert und beschildert werden, dass Radfahrer sicher und abseits der vielbefahrenen Hauptverkehrsstraßen von den Außenbezirken in die Innenstadt gelangen.

Antrag 2016 eingereicht

Bereits im September 2016 hatte die Stadt zusammen mit dem Pedelec-Verleiher Velocity beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit das Förderprojekt „Radvorrangroute Aachen 1 — Sicher und komfortabel mit Pedelecs durch die Stadt“ eingereicht. Mit Erfolg. Das Vorhaben wird nun mit Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums gefördert. Die Förderanteil liege bei 70 Prozent, heißt es seitens der Stadt. Das Projekt selbst muss bis zum 30. November 2019 abgeschlossen werden.

Die Radvorrangroute 1 soll von Eilendorf über die Innenstadt in den Hochschulcampus Melaten führen. Mit den Gesamtmitteln von Stadt und Nationaler Klimaschutzinitiative soll eine Reihe von Einzelmaßnahmen umgesetzt werden. So sei etwa geplant, den Vennbahnradweg zwischen der Philipsstraße und der Abzweigung nach Eilendorf (Kleebachstraße) breiter auszubauen. Die für die Rad-Vorrang-Route genutzten Straßen sollen zudem auffälliger gestaltet werden.

Auch die Umgestaltung der Lothringer Straße zwischen Oppenhoffallee und Wilhelmstraße und die Verbesserung der Fußgänger- und Radwegeführung in Harscamp-, Schild- und Wirichsbongardstraße seien mit der Förderung möglich. Der Straßenbelag in den Fußgängerzonen Wirichsbongard- und Schinkelstraße soll verbessert werden. Überdies sei beabsichtigt, die Verbindung zwischen Seffenter Weg und Ahornstraße über die Kopernikusstraße durchgängig zu asphaltieren.

In den Innenstadt-Parkhäusern könnten nun 160 Fahrradparkplätze geschaffen werden, wie die Stadt in Aussicht stellt, in Eilendorf 60 Fahrradbügeln an Freizeit- und Bildungseinrichtungen aufgestellt werden. Zum Schluss will die Stadt mindestens zehn Dauerzählstellen für den Radverkehr einrichten, sofern all diese Maßnahmen in den zuständigen Bezirksvertretungen und im Mobilitätsausschuss beraten und beschlossen werden.

Zwischen Eilendorf und Melaten

Die erste Radvorrangroute zwischen Eilendorf und Melaten ist Teil eines kompletten Rad-Vorrang-Routen-Netzes in der Stadt Aachen. Der Mobilitätsausschuss hatte im April 2017 einstimmig beschlossen, dass die Fachverwaltung das gesamte Netz weiterentwickeln soll. Der Route 1 komme dabei eine besondere Bedeutung zu. Sie soll der Standard werden für alle weiteren Routen in Aachen. „Das ist auch ein wichtiges Ziel der Nationalen Klimaschutzinitiative. Sie will bundesweit vorbildliche Lösungen fördern.“