Filmsonntag in Aachen zum Europäischen Lux-Filmpreis

Filmsonntag in Aachen : Drei Filme über das große Thema Europa

Zum dritten Mal wird am 4. November in komprimierter Form an einem Tag die Werke präsentiert, die im Vorlauf von einer Fachjury aus einer Vielzahl von Bewerbungen als die drei besten Filme eingestuft wurden.

Für die Europa-Abgeordnete und Ideengeberin Sabine Verheyen ist die Veranstaltung jedes Jahr aufs Neue die Möglichkeit, Europa und seine Werte, seine Ideen und seine kulturelle, sprachliche und nicht zuletzt cineastische Vielfalt zu zeigen. „Europäische Themen sind in Aachen genau an der richtigen Stelle“, zeigte sich Verheyen bei der Programmpräsentation voller Vorfreude auf den Filmtag und dankte der Stadt und der Karlspreisstiftung für die Unterstützung von Beginn an.

Kulturdezernentin Susanne Schwier und der Leiter des Aachener Kulturbetriebs, Olaf Müller, unterstrichen die Worte von Verheyen. „Der Lux-Filmsonntag im Capitol ist etwas ganz Besonderes. Wer sich für Filme, Europa oder einfach nur für einen gemütlichen Kinosonntag interessiert, darf hier nicht fehlen“, waren sich beide einig.

Bernd Vincken, Geschäftsführer der Karlspreisstiftung, griff ein Wort von EU-Kommissionspräsident Jean Claude Juncker auf. „Wo immer ein bisschen mehr Europa organisiert wird, sind wir dabei“, übertrug er die Worte Junckers auf die Motivation seiner Stiftung, das Projekt zu unterstützen.

Dabei sollen und werden die gezeigten Filme in jedem Fall zur Diskussion anregen, die Inhalte sind durchaus aktuell und brisant. In „Styx“ von Wolfgang Fischer gerät eine Seglerin in Seenot und trifft auf ein überladenes Flüchtlingsboot, „Woman at War“ von Benedikt Erlingsson zeigt die Wandlung einer leidenschaftlichen Umwelt-Aktivistin, deren Sicht auf die Dinge sich durch Ereignisse im persönlichen Umfeld ändert, und „The other side of everything“ von Mila Turalic wirft einen Blick zurück in die Zeit der 1990er Jahre in Serbien.

Die Gäste stimmen ab

Die Lux-Filmsonntage in den vergangenen beiden Jahren zeigten vor allem eins: Es braucht keinen Blockbuster, um tolle Filme sehen zu können. Garanten dafür sind Regisseurnamen wie Maren Ade (Toni Erdmann), Felix van Groeningen (Broken Circle Breakdown) oder Fatih Akin (Auf der anderen Seite). Alle trugen sich seit der ersten Verleihung im Jahre 2007 schon in die Siegerliste ein.

Das Rahmenprogramm kann sich auch sehen lassen, ein Imbiss nach dem ersten Film ist ebenso im Eintrittspreis von 15 Euro inbegriffen wie ein kleiner Snack nach dem zweiten Beitrag. Außerdem können die Besucher am Ende des Tages ihr Votum für den Sieger abgeben. Das Ergebnis nimmt Verheyen mit nach Brüssel und stimmt dort entsprechend ab. Denn der Sieger wird am Ende von den Abgeordneten des EU-Parlamentes gewählt.

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