Aachen: Film von Jannis Karayannakos: Aachens Bäche von der Quelle bis zur Mündung

Aachen : Film von Jannis Karayannakos: Aachens Bäche von der Quelle bis zur Mündung

Die Bedeutung der Aachener Bäche für die Entwicklung der Industrie im Aachener Raum hat der Aachener Dokumentarfilmer Jannis Karayannakos gemeinsam mit Klaus Krafft in einem Film festgehalten. Darin werden Pau, Johannisbach, Beverbach, Wildbach und Haarbach von der Mündung bis zum Einfließen in die Wurm sowie der Wohlstand durch Wasserkraft dokumentiert.

Die Uraufführung des 20-minütigen Streifens findet am Freitag, 23. Februar, 19 Uhr (offene Veranstaltung), im „Heimatforum“ des Heimatvereins Haaren/Verlautenheide in der Welschen Mühle in Haaren statt.

Warum einen Film mit dem Titel „Aachener Bäche“? Diese Frage beantwortete Karayannakos im Gespräch, an dem auch Helmut Vondenhoff, Vorsitzender des Heimatvereins, teilnahm: „Es gibt bereits einen Film über Aachen von mir, über das Herz der Stadt. Literatur über die schönen Bäche ist vorhanden, aber von einem Film ist mir nichts bekannt. Daher wollte ich im Grünen filmen und mich den Fließgewässern zuwenden.“ Besonders habe es ihn der Wildbach angetan, der fließe noch bis zur Mündung offen. Die Idee zu diesem Bäche-Streifen sei langsam gereift.

Mit Jochen Buhren (Vorsitzender Verein Tuchwerk), Diplom-Geographin Monika Nelißen und Birgitta Hollmann (Ökologiezentrum Aachen) habe er kompetente Fachkommentatoren an Land ziehen können, die in seinem Film ausführliche Erklärungen abgeben. Mit dem Film möchte der Macher die Aachener Bäche bekannt machen, denn bisher sei filmisch so gut wie nichts zu diesem Thema hergestellt worden. Im Juni 2017 begann Karayannakos mit den Aufnahmen. Nun ist der Streifen vorführungsreif, der Meister zeigt sich mit der Bild- und Tonqualität sehr zufrieden.

Gute Zusammenarbeit

Zufrieden ist er aber auch mit der Zusammenarbeit zwischen ihm und dem Heimatverein Haaren/Verlautenheide, so mit dem Vorsitzenden Helmut Vondenhoff. Er sei ein „guter Partner“ gewesen. Besonders die Welsche Mühle hat es Karayannakos angetan. Das Mühlwerk im Innern machen Vondenhoff und Buhren schmackhaft. Für den Heimatverein sei das Filmangebot wie aus heitere Himmel gekommen, erzählt Vondenhoff.

Verständlich, dass der Haarbach und die Welsche Mühle einen wichtigen Beitrag in dem Film einnehmen. Bekanntlich tut sich seit einigen Jahren mit der Mühle leider nichts mehr. Die Stadt Aachen aber wirbt jedes Jahr zum „Tag des offenen Denkmals“ mit einem alten Foto aus dem Jahre 2009 und preist damit die „einzige noch funktionierende Mühle in NRW.“ „Das stimmt aber nicht“, berichtigt Vondenhoff , „das Wasser fließt zwar, aber das Mühlrad ist marode.“ Ergo ruht auch der Innenbetrieb gänzlich. Getreide kann nicht mehr zu Mehl gemahlen werden, Kindergärten und Schulen die Arbeit des alten Müllerhandwerks nicht mehr zuschauen.

Der Film „Aachener Bäche“, da ist Helmut Vondenhoff sich sicher, dürfte auch bei anderen Heimatvereinen Interesse wecken. Er würde sich zudem für Schulen als Heimat- und Naturkunde-Stoff ideal anbieten. Übrigens, der Heimatverein Haaren/Verlautenheide sieht sich durchaus in der Lage, bei entsprechender Nachfrage kurzfristig eine zusätzliche Film- veranstaltung anzuberaumen. Wer interessiert ist, kann sich den Film vorab anschauen bei YouTube „Aachener Bäche“. Weitere Auskunft unter E-Mail: jkarayannakos@t-online.de

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