Aachen: Film ab zum Europa-Festival im Eden-Kino

Aachen : Film ab zum Europa-Festival im Eden-Kino

Die Aachener Europaabgeordnete Sabine Verheyen ließ ihrer Freude freien Lauf. Was im vergangenen Jahr mit einem Kinosonntag begann, an dem drei Filme gezeigt wurden, steigert sich in diesem Jahr zu einem kleinen Filmfestival, das es in dieser Form in Europa noch nicht gibt.

Der Lux-Filmpreis kommt in die Stadt, und die Initiatoren zeigten sich bei der Vorstellung des Formats überzeugt, mit ihrem Vorhaben der Aachener Filmszene ein tolles Angebot machen zu können.

Der Preis wird zum zehnten Mal vom Europäischen Parlament ausgelobt, und in Aachen beschäftigt man sich zum zweiten Mal intensiver mit den zur Auswahl stehenden Filmen. Kamen im vergangenen Jahr nur die drei im Finale vorgestellten Filme zur Darbietung, werden in diesem Jahr zwischen dem 6. und 12. November alle zehn Filme vorgestellt, die sich für die Vorausscheidung qualifizieren konnten.

Aus mehr als 100 Filmen wählte eine Fachjury diese Werke aus, die nun im Eden-Palast an der Franzstraße zur Aufführung kommen werden — mit dem spektakulären Finale am 12. November im Capitol am Seilgraben.

Diskussionen im Anschluss

Dort werden wieder die drei Finalisten an einem Tag vorgestellt, unterbrochen nur durch einen kleinen Imbiss sowie die Diskussionen im Anschluss an die Filme. Ein Tagesablauf, der sich im vergangenen Jahr als ausgesprochen interessant und unterhaltsam herausstellte und deshalb in diesem Jahr eine Wiederholung erfährt. Am Ende der Filmvorführung können die Besucher ihren Favoriten wählen, das Mandat nimmt Sabine Verheyen mit zur Abstimmung ins EU-Parlament.

Denn die dortigen Abgeordneten sind es, die am Ende den Daumen heben und den Sieger bestimmen. „Der Lux-Filmpreis ist eine hervorragende Möglichkeit, in politisch schwierigen Zeiten unsere gemeinsame europäische Kultur in den Fokus zu rücken, die Idee der europäischen Gemeinschaft ins Bewusstsein der Menschen zu rücken und zu Gesprächen und Diskussionen aufzufordern“, ist Verheyen sicher.

Außerdem sei die europäische Filmindustrie ein großer Wirtschaftsfaktor, der leider immer wieder unter den US-Blockbustern zu leiden und deutlich mehr Wahrnehmung verdient habe. Kulturdezernentin Susanne Schwier fügte an: „Eine Stadt wie Aachen ist wie geschaffen für ein derartiges Vorhaben, es gibt nicht viele Orte, an denen Europa so greifbar wird wie hier“, freute auch sie sich auf die Vorführungen.

Für Bernd Vincken, Geschäftsführer der Karlspreisstiftung, ist das Engagement bei dieser Idee selbstverständlich: „Wo immer es Gelegenheit gibt, das Bewusstsein für Europa in den Menschen zu verankern, sind wir dabei.“ Allen Protagonisten war eines wichtig: Die Filme sollen in Originalsprache mit Untertiteln gezeigt werden, um Emotionen und Atmosphäre richtig transportieren zu können. Ein Vorgehen, das in zahlreichen europäischen Ländern der Synchronisation vorgezogen wird.

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