Feuerwehr Aachen rückt zu Lambertz im Gewerbegebiet Süsterfeld aus

Feuerwehreinsatz bei Lambertz : Heiße Ware: Kekse fangen Feuer

Knapp sieben Stunden lang war die Berufsfeuerwehr Aachen am Mittwoch im Lambertz-Werk an der Borchersstraße im Einsatz. Der Grund dafür waren Kekse, die in einem Ofen Feuer gefangen hatten. Verletzt wurde niemand.

Kekse sind bekanntlich ganzjährig heiß begehrte Ware. Doch diese Kekse, die am Mittwochmorgen im Werk des Süßwarenherstellers Lambertz gebacken wurden, haben sich als zu heiß herausgestellt. In einem sogenannten Vier-Zonen-Ofen hatten sie nämlich Feuer gefangen und einen Feuerwehreinsatz ausgelöst.

Um exakt 5.14 Uhr sei die Leitstelle der Aachener Berufsfeuerwehr über den Brand informiert worden, sagt Einsatzleiter Emir Mehmedbegovic vor Ort. Die Brandmeldeanlage sei ordnungsgemäß ausgelöst worden, bestätigt Christian Schlosser, der bei Lambertz die Öffentlichkeitsarbeit leitet. „Unsere Mitarbeiter, die zum Teil schon lange bei uns sind und viel Erfahrung haben, haben vorbildlich reagiert, alle haben die betroffene Halle sofort geräumt“, berichtet Schlosser weiter. Auch deshalb sei keiner der rund 40 Mitarbeiter der betroffenen Nachtschicht verletzt worden.

Die Feuerwehr habe bei Eintreffen eine starke Rauch- und Hitzeentwicklung in der Halle vorgefunden. „Normalerweise backt der Ofen die Vitalkekse bei circa 220 Grad“, erläutert Christian Schlosser. Als Einsatzleiter Emir Mehmedbegovic gegen 7.30 Uhr mit seinen Kollegen als zweite Schicht der Feuerwehr vor Ort eintraf, betrug die Temperatur immer noch mehr als 230 Grad. „Deshalb und wegen der Rauchentwicklung sind meine Kollegen mit Atem- und Vollschutz im Einsatz“, erklärt er. Sie seien damit beschäftigt, die festgebackenen und immer noch kokelnden Kekse aus dem Ofen zu entfernen.

„Und das ist sehr mühsam und unter den Bedingungen Hochleistungssport“, sagt Mehmedbegovic. Nur rund 20 Minuten könnten die Wehrleute so arbeiten, bevor sie ausgetauscht werden müssten. „Wenn wir die Kekse herausgeholt haben, werden sie unter freiem Himmel abgelöscht.“ Um 12 Uhr waren diese Arbeiten schließlich abgeschlossen und der Einsatz konnte beendet werden. Eingesetzt waren pro Schicht jeweils 20 Wehrleute der Hauptwache sowie der Feuerwache Nord.

Ein größerer Schaden am Ofen sei nicht enstanden, berichtet Unternehmenssprecher Christian Schlosser. Schon am Mittwochnachmittag habe die Produktion in der übrigen Halle wieder aufgenommen werden können. Und der betroffene Ofen selbst soll am Donnerstagmorgen wieder in Betrieb genommen und eingeheizt werden.

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