Feuerwache, Rettungswache und Recyclinghof in Richterich geplant

Diskussion in der Bezirksvertretung : Die Ortsumgehung für Richterich gibt es nicht vor 2023

Die ersehnte Umgehungsstraße für Richterich wird es nicht vor 2023 geben. Der Grund für die weiteren Verzögerungen könnten drei große Neubauten sein, die auf dem sogenannten Planungsabschnitt C entstehen sollen.

„Das sind Zahlen, die sie sicher nicht gerne hören“, sagte Stadtplanerin Edith Prenger Berninghoff, als sie die Bezirksvertretung Richterich am Mittwochabend über den neusten Stand zum voraussichtlichen Baubeginn der Umgehungsstraße Richtericher Dell informierte. Denn vor 2023 sei damit nicht zu rechnen, führte sie aus.

Im südlichen Bereich der neuen Trasse, dem sogenannten Planungsabschnitt C, sollen im Bereich hinter den bestehenden Gebäuden eines Discounters, einer Autowerkstatt, eines Getränkemarkts sowie einer Recyclingfirma zudem die Feuerwehr mit Rettungswache und auch ein Recyclinghof angesiedelt werden. Ein Umstand, der die Planungen laut Prenger Berninghoff nicht gerade vereinfacht habe. „Machbar ist das aber dennoch“, betonte sie und zeigte die bisherigen Planungen auf.

Der Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen hatte den Politikern der Richtericher Bezirksvertretung versprochen, sie in regelmäßigen Abständen über den Stand der Planungen zu informieren. Edith Prenger Berninghoff legte ihr besonderes Augenmerk diesmal unter anderem auf den Knotenpunkt der neuen Umgehungsstraße mit der Roermonder beziehungsweise Kohlscheider Straße und geplantem Radschnellweg.

Dass bei den Planungen zur lang ersehnten Umgehungsstraße auch der Neubau von Feuerwehr-Gerätehaus, Recyclinghof und jetzt auch noch einer Rettungswache berücksichtigt werden muss, hält Holger Brantin (CDU) für einen möglichen Grund weiterer Verzögerungen. „Das sehe ich nicht so“, erwiderte Prenger Berninghoff. Schließlich seien die geplanten Einrichtungen zwingend erforderlich und somit vielleicht sogar eher ein Argument, um den Bau der neuen Straße gerade an dieser Stelle zu beschleunigen.

Mit Blick auf die Banker-Feld-Straße und den dort angedachten Kreisverkehr erhofft sich Leo Pontzen (CDU) eine Regelung, die Richterich nicht noch zusätzlich durch den Verkehr aus Herzogenrath belastet.

Bleibt das Problem der Horbacher Brücke. Deren Erneuerungsarbeiten sollten nach Meinung der Politiker bekanntlich erst dann in Angriff genommen werden, wenn die Umgehungsstraße oder doch zumindest eine Baustraße als Ausweichroute zur Verfügung steht. Daran erinnerten sie in ihrer jüngsten Sitzung noch einmal ganz ausdrücklich. Schon jetzt sollte die baufällige Brücke nach Willen der Politiker entlastet werden. „Wir warten noch immer auf die Schilder zum Verbot des Schwerlastverkehrs“, erinnerte Manfred Kuckelkorn (SPD) an einen entsprechenden Beschluss der Bezirksvertretung. Und an dem will die Bezirksvertretung auch weiterhin fest halten.

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