Feuer in Wohnhaus am Adalbertsteinweg sorgt für Verkehrschaos

Feuerwehreinsatz auf dem Adalbertsteinweg : Neun Verletzte bei Brand in Wohnhaus

Am Mittwochnachmittag lief am Adalbertsteinweg in Aachen ein Großeinsatz der Feuerwehr: Bei einem Brand in einem Wohnhaus sind neun Personen verletzt worden. Durch den Einsatz und die damit verbundene Straßensperrung kam es zu einem Verkehrschaos auf einer der großen Einfallstraßen in die Aachener City.

Neun verletzte Personen, ein Hausflur in desolatem Zustand, zerstörte Fenster und letztlich ein Verkehrschaos auf einer der Hauptverkehrsadern Aachens mitten im Berufsverkehr: Am Mittwochnachmittag lief am Adalbertsteinweg ein Großeinsatz der Feuerwehr. Bei einem Brand in einem mehrgeschossigen Wohnhaus gegenüber der Goerdelerstraße sind insgesamt neun Personen verletzt worden, teilweise schwer. Durch den Einsatz und die damit verbundene Straßensperrung kam es zu einem Verkehrschaos auf der großen Einfallstraße.

„Um 16.35 ging der Alarm in unserer Leitstelle ein, gemeldet wurde starke Rauchentwicklung in einem Mehrfamilienhaus am Adalbertsteinweg“, sagt Nils Lapp, Direktionsdienst der Aachener Feuerwehr, kurz nachdem die Einsatzkräfte mit dem Löschen des Feuers fertig waren.

Durch den Einsatz kommt es aktuell zu längeren Rückstaus. Foto: ZVA/Alexander Barth

Als die ersten Kräfte der Aachener Wehr eingetroffen waren, brannte es im Eingangsbereich des Wohnhauses lichterloh. Dichter, schwarzer Rauch zog über das Treppenhaus in die Wohnungen des fünfgeschossigen Hauses, in denen sich die Bewohner zum Teil noch aufhielten.

„Es wurden bei dem Brand neun Personen verletzt“, erklärt Edda Jäckle, Einsatzleiterin der Feuerwehr, vor Ort. Einige der Bewohner hatten sich durch die Hintertür in den Hof des Gebäudes retten können, dabei hatte sich jedoch mindestens eine Person schwere Verbrennungen am Bein zugezogen. Die anderen mussten von der Feuerwehr aus dem Gebäude gerettet werden, einige auch vom Dach.

„Zur ersten Versorgung der betroffenen Personen hat die Aseag uns zwei Busse zur Verfügung gestellt“, berichtet Nils Lapp. Von dort aus wurden die Patienten, nachdem der leitende Notarzt sich einen Überblick verschafft hatte, zur weiteren Behandlung in Aachener Krankenhäuser gebracht.

Währenddessen waren andere Einsatzkräfte der Feuerwehr damit beschäftigt, das Gebäude rauchfrei zu bekommen. Zeitweise bestand auch die Gefahr, dass das komplette Haus durch den Brand stromlos war.

Erstversorgung im Aseag-Bus

Außer den Aseag-Bussen, den Einsatzfahrzeugen von Rettungsdienst und Feuerwehr sowie einigen Polizeiwagen war der Bereich des Adalbertsteinwegs rund um das betroffene Wohnhaus zwischen Elsassstraße und Reichsweg für den Verkehr gesperrt, es kam zu chaotischen Szenen im spätnachmittäglichen Berufsverkehr. Auch auf den Nebenstraßen ging zeitweise nichts mehr. Zahlreiche Schaulustige hatten sich rund um die Kreuzung versammelt.

Die Ursache des Brands war zunächst noch unklar, die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Nach ersten Informationen war jedoch ein größerer Haufen, unter anderem mit Altpapier und Textilien, der im Hausflur gestanden hatte, in Brand geraten. Erst Stunden später war klar, dass die Bewohner des Hauses nach Abschluss der Löscharbeiten wieder in ihre Wohnungen zurückkehren konnten. Zumindest zwischenzeitlich wurde ein junger Mann, der im obersten Stock wohnte und während des Brands nicht zu Hause gewesen war, in seine Wohnung gelassen, um durchzulüften und ein paar Habseligkeiten zu holen.

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