City-Konzept: Festnahmen, Sicherstellungen und Anzeigen bei Kontrolleinsatz

City-Konzept : Festnahmen, Sicherstellungen und Anzeigen bei Kontrolleinsatz

Hausverbote und Platzverweise, Drogenfunde und Verstöße gegen das Waffengesetz: Bei einem Kontrolleinsatz im Rahmen des City-Konzeptes am Freitag in der Aachener Innenstadt hatten Polizei, Ordnungsamt und Zoll alle Hände voll zu tun.

Mehrere Dutzend Polizisten, Mitarbeiter des Zolls und des Ordnungsamtes kontrollierten ab dem Nachmittag bis in die Nacht hinein mehr als 180 Menschen in verschiedenen Gaststätten, Shisha-Bars, Kiosken und im Einkaufszentrum Aquis Plaza.

Der Einsatz fand im Rahmen des sogenannten City-Konzeptes statt. Mit regelmäßigen Aktionen wollen die Behörden Straßenkriminalität bekämpfen, das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung stärken und kriminelle Strukturen in vielen Bereichen erhellen und aufdecken.

Los ging es im Aquis Plaza. Wie die Polizei mitteilte, wurden dort mehr als 30 Menschen angetroffen, die laut dem Sicherheitsdienst Kunden und Geschäftsleute belästigt hatten. 15 von ihnen erhielten ein schriftliches Hausverbot, sieben mussten jeweils mit einem ausgesprochenen Platzverweis das Einkaufszentrum verlassen.

Mariuahana und Elektroschocker im Kiosk

Im Verlauf der Trierer Straße waren mehrere Kioske und ein Imbiss ins Visier der Beamten geraten. In einem Kiosk in Brand fanden die Einsatzkräfte zwei Kilogramm Marihuana und mehrere Hundert Euro Bargeld. Nach der Sicherstellung der Funde und der Festnahme des Besitzers ordnete die Staatsanwaltschaft die Durchsuchung seiner Wohnung, seines Autos und seines Imbisses an. Hier waren es dann aber vor allem Hygienemängel, die negativ ins Auge fielen. Sie wurden dem Gesundheitsamt gemeldet.

Bei einem benachbarten Kiosk fand die Polizei hinter dem Tresen einen verbotenen Elektroschocker sowie nicht gekennzeichnete Reizstoffsprühgeräte. Der Besitz solcher Gegenstände verstößt gegen das Waffengesetz – der Inhaber muss mit einer Anzeige rechnen.

In einem Kiosk in Forst zeigte sich der Besitzer nicht einverstanden mit der Kontrolle und beleidigte die Beamten. Die fertigten prompt eine Strafanzeige wegen Beleidigung, außerdem ermittelt der Zoll – wie auch im Fall einer Gaststätte auf dem Adalbertsteinweg – wegen diverser arbeitsrechtlicher Verstöße.

Unversteuerter Tabak

In der Innenstadt wurden mehrere Shisha-Bars und Cafés unter die Lupe genommen. Allein in einer großen Shisha-Bar in der Heinrichsallee kontrollierten die Polizisten mehr als 100 Menschen. Zwei von ihnen nahmen die Beamten aufgrund ihres illegalen Aufenthalts in Deutschland fest. darüber hinaus fanden die Einsatzkräfte 13 Kilogramm unversteuerten Tabak und mehrere Tausend Euro aus unklaren Quellen. Es folgten Sicherstellungen, Strafanzeigen wegen Steuervergehen und Anzeigen wegen arbeitsrechtlicher Verstöße.

In einem Café am Gasborn kontrollierten die Beamten 30 Menschen, darunter einen Gast, der Kokain mit sich führte. Gegen den Mann wird nun wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt, die Drogen wurden sichergestellt.

In ihrer Pressemitteilung kündigt die Polizei an, auch in Zukunft solche Einsätze im Rahmen ihres City-Konzeptes durchführen.

(red/pol)