Aachen: Festnahmen: Polizei steht vor einem Rätsel

Aachen : Festnahmen: Polizei steht vor einem Rätsel

Die Aachener Polizei steht vor einem Rätsel. Und was sich zunächst als schneller Fahndungserfolg darstellte, ist mittlerweile zu einem ungelösten Puzzle geworden.

Es geht um die spektakuläre Festnahme von zwei Männern am Mittwochnachmittag am Freunder Weg in Forst. Ein dritter Mann war zu Fuß geflüchtet, als die Polizei den Wagen der Männer stoppte. Dabei hatte er, so zumindest der bisherige Erkenntnisstand, eine Tasche über eine Hecke geworfen. Sie war voller Geld. Mehrere tausend Euro fand die Polizei darin.

Die Frage ist nur: Wem gehört dieses Geld? „Wir haben bisher keinen Besitzer finden können. Das Ganze ist höchst mysteriös”, so Polizeisprecher Paul Kemen.

Doch das ist nicht der einzige Punkt, an dem die Kripo nicht weitergekommen ist. Angefangen hatte die Geschichte an der Hüttenstraße in Rothe Erde. Dort hatten die Männer aus einem Auto besagte Tasche geholt - oder aber gestohlen, auch das ist unklar.

Einer von ihnen soll dabei laut Zeugenaussagen maskiert und bewaffnet gewesen sein. Aber warum holt jemand maskiert und bewaffnet am hellichten Tag mitten auf einer Hauptstraße solch eine Tasche aus einem Auto?

Bislang gibt es darauf keine Antwort. Als die Polizei kam, flüchteten die Männer mit einem in den Niederlanden zugelassenen Wagen. Weit kamen sie nicht, bevor zumindest für zwei von ihnen die Handschellen klickten.

Bei diesen beiden handelt es sich um Heerlener. Der dritte Mann war bis Dienstag noch auf der Flucht. Trotz eines enormen Aufkommens an Polizeikräften konnte er nicht gestellt werden.

Als die Polizei ebenfalls noch am Mittwoch den Ausgangspunkt - also das Auto in Rothe Erde - untersuchen wollte, war es sozusagen wie vom Erdboden verschluckt. „Der Wagen war nicht mehr da”, so Kemen. Und gemeldet hat sich bislang niemand, dem der hohe Betrag fehlt.

Die beiden Festgenommenen verstrickten sich laut Kemen derweil in ihren Vernehmungen in „krasse Widersprüche”. Das machte die Kripo auch nicht schlauer. Am Nachmittag wurden die Männer dem Haftrichter vorgeführt.

In Bezug auf die Herkunft des Geldes lief die Ermittlungsmaschine an. Stammt es aus einem Bankraub? Spielt sich die Geschichte im „Milieu” ab? Sind die Scheine registriert? Ende offen.