Aachen: Fahrten ins Blaue ausdrücklich unerwünscht

Aachen: Fahrten ins Blaue ausdrücklich unerwünscht

Närrische Tage stehen den Öchern bevor, und die sollen ausgelassen gefeiert werden. Ein Bierchen hier, ein kleiner Schnaps da — der Alkohol gehört in Maßen dazu. Michael Schulz, Vorsitzender der Verkehrswacht Aachen e.V., ist keiner, der mit erhobenem Zeigefinger das Treiben beobachtet, vielmehr geht es ihm um Sicherheit und Aufklärung: „Die Leute sollen feiern, sie sollen auch ausgelassen und heftig feiern, aber dann gilt eins: Hände weg vom Steuer.“

Um den Menschen diese Botschaft näher zu bringen, veranstaltete die Verkehrswacht in alter Tradition einen Informationsnachtmittag unter dem Motto: „Alkohol und Sause — das Auto bleibt zuhause“, der auf die Gefahren des Fahrens nach Alkoholgenuss aufmerksam machte. Durch einen Fahrsimulator, den Rauschbrillenparcours und jede Menge Infomaterial sollten die Besucher selbst erleben, wie ihre Motorik eingeschränkt wird.

Die Brillen, 0,8 oder 1,3 Promille simulierten, machten deutlich: Das Geradeauslaufen ist kaum möglich und am Steuer werden Gefahren verkannt, die Kontrolle geht verloren. „Im letzten Jahr passierten in NRW während der besagten fünf Tage 150 alkoholbedingte Unfälle. 55 Menschen verletzten sich leicht, zehn waren schwer verletzt und ein Fahrer starb“, erzählte Schulz.

Auch wenn die meisten Unfallverursacher statistisch gesehen zwischen 18 und 24 Jahren sind, richtet sich der Appell an alle Fahrer. Und dank Bus und Taxi ist die Frage, wie man nach einem jecken Abend nachhause kommt, kein Problem. Was man allerding nicht vergessen darf, wer um 24 Uhr mit 1,3 Promille ins Bett geht, der ist am nächsten Morgen noch nicht allzu früh wieder nüchtern. Mehr als acht Stunden braucht der Körper, um den Alkohol komplett abzubauen. In jedem Falle gilt also: „Alkohol und Sause - das Auto bleibt zuhause“.

(svp)