Aachen: Fahrräder rollen nach Südafrika

Aachen: Fahrräder rollen nach Südafrika

Auch dieses Jahr findet in Aachen wieder eine ganz besondere Spendenaktion für die arme Bevölkerung Kapstadts statt: Es werden Fahrräder gesammelt. Mobilität ist in Kapstadt nämlich ein Problem. Weder die örtlichen Züge noch der Sammeltaxi-Dienst sind von großen Teilen der Bevölkerung zu bezahlen.

Nicht selten müssen sie Fußwege von zwei bis vier Stunden zurücklegen, um zur Arbeit zu gelangen oder ihre Familie zu besuchen. Das Fahrrad ist unter diesen Umständen nicht nur ein Fortbewegungsmittel, sondern eine Chance auf Selbstbestimmung.

Die Veranstaltung ist im Rahmen der Agenda-21-Partnerschaft der beiden Städte entstanden und wird vom Aachener Welthaus und dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit organisiert. Doch es geht nicht einfach darum, den Menschen in Kapstadt Fahrräder zu schenken.

Vielmehr werden sie dort vom Bicycle Enpowerment Network wieder instand gesetzt und für einen fairen Preis verkauft. Der Erlös kommt dann anderen jungen Menschen zu Gute, die sich zum Fahrradmechaniker ausbilden lassen und sich mit einer kleinen Starthilfe eine eigene Existenz aufbauen können.

„Das Gute für die Menschen hier, die ihr Fahrrad kostenlos abgeben,” erklärt Schirmherrin Sabine Verheyen (Europaabgeordnete der CDU), „ist es zu wissen, dass sie dort nachhaltige Zukunftsperspektiven geschaffen haben.” Birgitta Hollmann, der Leiterin des Aachener Welthauses, ist es wichtig zu betonen, dass sie die Empfänger der Fahrräder persönlich kennen.

Das Ziel ist es nun, die 160 Fahrräder für den Container an einem Nachmittag (26. September) zusammen zu bekommen, der dann Anfang November, passend zum Sommeranfang in Afrika, Kapstadt erreichen wird.

Mehr von Aachener Zeitung