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Fridays for Future: Fahrraddemo verläuft absolut friedlich

Fridays for Future : Fahrraddemo verläuft absolut friedlich

Hunderte Radfahrer haben am Freitagabend in Aachen demonstriert. Ihnen geht es nach eigener Aussage darum, Kaufprämien zu verhindern und den ÖPNV in Aachen auszubauen. Die Demo verlief friedlich, erklärt die Polizei.

Eine große Fahrraddemo von „Fridays for Future“ und Ende Gelände am vergangenen Freitag ist nach Annaben der Polizei friedlich verlaufen. Unter dem Motto „Verkehrswende statt Abwrackprämie“ hatten sich hundere Radfahrer am Elisenbrunnen getroffen, um durch die Stadt zu fahren. Die Veranstalter sprechen von 450 Teilnehmern, die Polizei von etwa 300. 

Die Demo, bei der es auch Zwischenkundgebungen vor Aachener Autohäusern gab, fand im Rahmen eines deutschlandweiten Aktionstags statt, an dem gegen Kaufprämien für Neuwagen protestiert wurde. Die Aktivisten betonen, wie wichtig ihnen der Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs für eine echte Verkehrswende in Aachen ist.

Die Aktivisten positionieren sich nach eigener Aussage klar gegen die geplanten Prämien für die Autoindustrie, „da sie einer Industrie zugutekommen sollen, die bewusst manipuliert, Umweltrichtlinien missachtet sowie Klima und Gesundheit massiv schädigt“. Autokonzerne forderten, mit Steuergeldern gerettet zu werden, schütteten aber gleichzeitig hohe Dividenden aus. „Das ist für uns nicht hinnehmbar“; so die Aktivisten. Sie fordern eine „echte Verkehrswende: Weitgehend autofreie Städte, massive Investitionen in den ÖPNV, viel mehr Platz für Fuß- und Radverkehr.“ Notwendig sei ferner ein Rück- und Umbau der Automobilindustrie, wobei die soziale Absicherung aller Beschäftigten gewährleistet werden müsse.

„Für Aachen fordern wir den schnellen Ausbau von Fahrradinfrastruktur. Die Stadt Aachen sollte sich ein Vorbild an anderen Städten, wie Berlin, Barcelona oder Brüssel nehmen, die in wenigen Tagen sogenannte Pop-Up Bike-Lanes errichtet haben. Diese können schnell und kostengünstig eingerichtet werden und dann mit der Zeit in dauerhafte baulich-getrennte Radwege umgewandelt werden“, heißt es in einer Pressemitteilung von „Fridays for Future“. Die Anzahl an Parkplätzen sollte im gesamten Stadtgebiet aber insbesondere in der Innenstadt immer weiter zurückgebaut werden. Außerdem soll das Angebot der Aseag ausgebaut und atrraktiver gemacht werden.

(red)