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16. Fahrradkommunalkonferenz in Aachen: Fachleute und Radverkehrsexperten diskutieren über Mobilitätswende

16. Fahrradkommunalkonferenz in Aachen : Fachleute und Radverkehrsexperten diskutieren über Mobilitätswende

Mit der Fahrradkommunalkonferenz hat jetzt in Aachen die wichtigste Radverkehrstagung auf kommunaler Ebene stattgefunden. Auch darüber hinaus wurde die Stadt ausgezeichnet.

Zwei Tage lang haben rund 300 Menschen in Aachen an der 16. Fahrradkommunalkonferenz teilgenommen. Sie ist die wichtigste jährliche Radverkehrstagung auf kommunaler Ebene und stand 2022 unter dem Motto „Mobilitätswende umsetzen – Gute Pläne und jetzt Strecke machen“. Stadtbaurätin Frauke Burgdorff sagte, Aachen als Austragungsort sei eine „Ehre“ für die Stadt. Aachen war auch preiswürdig.

Die Konferenz wurde ausgerichtet vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) sowie vom Bundesamt für Güterverkehr (BAG) und dem dort angeschlossenen Mobilitätsforum Bund. Aachen war erstmals Gastgeberin.

Unterstützt wurde das Fachtreffen vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu). Die Zusammenkunft diente der Vernetzung und Kommunikation zwischen Engagierten und Verantwortlichen in Verwaltungen, Landkreisen und Kommunen. Es fanden Vorträge, Debatten und Workshops statt, aber auch Exkursionen per Rad. Neben den rund 300 Teilnehmenden waren weitere Fachleute online zugeschaltet.

Roman Willweber, Leiter des Mobilitätsforums Bund im BAG, betonte, die Konferenz sei ein „wichtiges Element“ im Erfahrungsaustausch unter den aus ganz Deutschland angereisten „Praktizierenden“. Aachen sei nicht nur wegen der Wende im Straßenverkehr prädestiniert. Die Grenzlage sei wegen des grenzüberschreitenden Verkehrs und vieler Pendler aus dem Umland interessant als Ort für die Fachkonferenz, so Willweber.

Dagmar Köhler vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) sagte, Radfahren sei ein „Boom-Thema“. Auch sie erinnerte daran, dass für Teilnehmende des Treffens die Städteregion Aachen wegen der Grenzlage interessant sei. Aachen selbst stehe derweil für „innovative Maßnahmen. Da ist was in Bewegung.“ Das betonte auch Ulrich Malburg, Referatsleiter für Radverkehr des NRW-Ministeriums für Verkehr. In Aachen passiere in Sachen Mobilitätswende viel, lobte Malburg.

Frauke Burgdorff, Beigeordnete für Stadtentwicklung, Bau und Mobilität, sagte, dass die Konferenz in Aachen gastierte, sei ein „kleines Sternchen auf den Schultern“ für Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft. Sie erinnerte an den Radentscheid und das Klimaschutzkonzept. Das Fahrrad spiele dabei eine wichtige Rolle und sei mit Fußverkehr sowie Öffentlichem Personennahverkehr ein Motor für die Entwicklung.

Die Konferenz begann am Dienstag unter anderem mit einem digital zugeschalteten Grußwort von Volker Wissing, Bundesminister für Digitales und Verkehr. Im Rahmen des Abendempfangs wurde zudem der „Plan F Awards“ verliehen, ein Preis einer Initiative, die sich für die kommunale Fahrradmobilität stark macht. Prämiert wurden Praxisbeispiele. Es gab zu mehreren Handlungsfeldern jeweils zwei oder drei Preisträger.

Im Bereich Bildung und Trainings belegte Aachen Platz 3 mit der Verlehrssicherheitskampagne „FahrRad“, die sich an Kinder richtete und auch im Floriansdorf der Feuerwehr stattfand. Im Punkt Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit landete Aachen auf Platz 1 wegen des Radentscheids. In der Gesamtwertung unter allen Preisträgern lag Aachen damit hinter der Verbandsgemeinde Wallmerod in Rheinland-Pfalz auf Platz 2.