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Sensoren an Laternen in Aachen: Experten erfassen Parkverhalten

Sensoren an Laternen in Aachen : Experten erfassen Parkverhalten

Im Rahmen eines Forschungsprojekts erfassen Experten ausgewählte Aachener Straßen elektronisch. So soll das Parkvehalten transparenter werden.

In den nächsten Wochen werden in der Roland- und Margratenstraße sowie in der Friedrich- und Augustastraße im Rahmen des Projekts ACUP rund 30 Sensoren zur Parkplatzdetektion an Laternen montiert. Die Montagearbeiten haben bereits begonnen. Installiert und betrieben werden die Sensoren von der Firma Sonah aus Aachen.

Das RWTH-Institut für Stadtbauwesen und Stadtverkehr (ISB) der RWTH Aachen, die Aachener Firma Sonah und die Stadt Aachen kooperieren bei diesem Forschungsprojekt zum Thema innerstädtisches Parken. Die Stadt und auch das RWTH-Institut für Stadtbauwesen und Stadtverkehr (ISB) profitieren letztlich von den Daten, die erfasst werden.

Die Abkürzung ACUP steht für „Analyse der Charakteristika des urbanen Parkens“. Das Forschungsvorhaben wird im Rahmen der Förderrichtlinie Modernitätsfonds mit insgesamt fast 100.000 Euro durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gefördert. Die Laufzeit beträgt zwölf Monate. Das Projekt zielt darauf ab, den Bestand an innerstädtischem Parkraum und das Parkverhalten in unterschiedlichen Quartieren besser zu verstehen. Dafür wird für die Stadt Aachen ein digitales Parkkataster aufgebaut, das die Daten über das Geoportal der Stadt Aachen auch für die Öffentlichkeit zur Verfügung stellt.

Aufbauend auf bestehenden Daten zu Stellplätzen im Stadtgebiet wird das Parkraumangebot erfasst. Verschiedene Methoden wie die manuelle Erfassung vor Ort oder die Auswertung von Luftbildern sind in diesem Zuge der Erhebungen vorgesehen. Die betrachteten Gebiete umfassen zunächst alle Bereiche, in denen derzeit die Regeln des Bewohnerparkens gelten.

Außerdem werden in zwei Quartieren Daten zum Parkverhalten in Echtzeit erhoben: in Friedrich- und Augustastraße sowie in Roland- und Margratenstraße. Dabei werden die ein- und ausparkenden Fahrzeuge durch videobasierte Sensoren erfasst. Dadurch lassen sich Informationen über typische Parkvorgänge, -auslastungen und -zeiten gewinnen. Das System ist so angelegt, dass keine personenbezogenen Daten erfasst werden. Die Einrichtung und den Betrieb der Sensoren übernimmt die Sonah GmbH aus Aachen.

(red)