Aachen: Exotische Klangvielfalt im Kulturdepot

Aachen : Exotische Klangvielfalt im Kulturdepot

Getreu dem Motto „across the borders“ — über die Grenzen hinweg — geht die gleichnamige Reihe am kommenden Wochenende mit zwei ebenso exotischen wie extrovertierten Formationen in die nächste Runde. Diesmal geben sich zwei Bands im Depot an der Talstraße 2 die Ehre.

Das Naghash Ensemble of Ar-menia hat die Klänge seiner Heimat ins neue Jahrtausend transponiert. Komponist John Hodian erweckt mittelalterliche armenische Gedichte, Klagen und Beschwörungen zu neuem Leben. Seine jüngsten Werke vereinen volkstümliche Klänge mit Neuer Klassik, Postminimalismus und unbändiger Jazzenergie. Die Sängerinnen und Instrumentalisten an Duduk, Oud, Dhol und Flügel spielen neue Musik, die fremd und zugleich vertraut klingt, irdisch und wie nicht von dieser Welt. Zum Naghash Ensemble gehören einige der besten Musiker Armeniens. Die Truppe gastiert am Freitag, 27. Juli, um 20 Uhr im Depot (Eintritt 15, ermäßigt 12 Euro plus Gebühr sowie 18, ermäßigt 15 Euro an der Abendkasse).

Ein Wiedersehen und -hören mit dem Schweizer Klangkollektiv NEN gibt es am Samstag, 28. Juli, um 20 Uhr im Depot. Anknüpfend an ihren großen Erfolg von 2009 in der Kirche St. Paul wagen die Veranstalter das Experiment erneut mit zwei weiteren großartigen Musikern. NEN besteht aus drei Musikern und einer Musikerin und Tänzerin, die ein einzigartiges Instrument mitbringen: einen elektroakustischen Klangkörper namens XALA III. Ania Losinger bespielt dieses selber erfundene Unikat tanzend.

In Flamencoschuhen und menschenhohen Stöcken stanzt sie prägnante Grooves aus dem floßartigen Instrument. Ein sechssaitiger E-Bass wird vom schwedischen Meisterbassisten Björn Meyer bedient. Seitlich angedockt, zwischen Fender Rhodes und Vibraphon, steuert Mats Eser die Band souverän durch die verschachtelten Rhythmen. Chrigel „Tian“ Bosshard übernimmt viel mehr als die Rolle des energiegeladenen Groove-Drummers (Eintritt 15, ermäßigt 12 Euro plus Gebühr sowie 18, ermäßigt 15 Euro an der Abendkasse).

Mehr von Aachener Zeitung